Der UlanenwegDie Verbindung zwischen Biberhaufenweg und Schönbergweg war der Franzosenweg. Viele Wegnamen in dieser Gegend waren nicht amtlich und einige hatten sogar Namensvettern in anderen Bezirken (z.B. einen Franzosenweg gab es – und gibt es noch im 10. Bezirk). Mit einem Gemeinderatsbeschluss vom 2.11.1966 wurde dieses Namenswirrwarr bereinigt. Der Schönbergweg bekam den Namen Husarenweg und aus dem Franzosenweg wurde der Ulanenweg.
Die Bezeichnung Ulanen wurde in der preußischen Armee 1807 eingeführt. Erst 1876 bekam diese Truppengattung zusätzlich zur Lanze einen Karabiner. 1890 wurden Reitertruppen von Holz- auf Gussstahllanzen umgerüstet. Mit Ende des 1. Weltkrieges verschwanden die Ulanen aus den Armeen. Die typische Uniform bildete sich im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Das Charakteristische waren die Tschapka und der Waffenrock Ulanka. Dieser wurde mit kurzen Schößen, breiten Aufschlägen, zwei Knopfreihen, die V-förmig von der engen Taille zu den Schultern breit auseinander gingen, und einem zweifärbigen Passgürtel getragen. St. Josef am Ulanenweg war die kleine Holzkirche, sie diente der Pfarre St. Martin Aspern von 1972 bis 2000 als Filialkirche. Seit 2007 ist das Grundstück rund um das Kirchlein an eine Betreiberorganisation zur Errichtung eines Seniorenwohnheims verpachtet. Wegen finanzieller Schwierigkeiten konnte der Bau am Ulanenweg noch nicht begonnen werden … Johannes Holba |
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