Zeichen der Firmung
Die Worte und Handlungen bei der Feier eines Sakramentes sind sichtbare
äußere Zeichen. Sie sind Zeichen für das, was Gott
an uns und mit uns tut.
Die wichtigsten Zeichen bei der Firmung sind:
Handauflegung
Wenn ich jemandem die Hand auf die Schulter lege, möchte ich
ihm zeigen, dass ich zu ihm stehe, dass er mit mir rechnen kann.
Wenn ein Vater seinem Kind die Hand auflegt, so zeigt er damit an,
dass er sein Kind annimmt und beschützt.
Im Alten Testament bedeutet das Auflegen der Hände darüber
hinaus, den Segen Gottes weitergeben. Im Neuen Testament lesen wir,
wie Jesus den Kindern die Hände auflegt und sie segnet (Mk
10, 16).
Durch das Auflegen der Hände wurde auch die Vollmacht zu wichtigen
Diensten in der alten Kirche weitergegeben. Dies geschieht heute
noch z. B. bei der Weihe zum Diakon oder Priester.
Die Handauflegung durch den Bischof bei der Firmung will ausdrücken:
- Gott schützt dich
- Gott segnet dich und steht zu dir
- Gott beauftragt dich als Christ zu leben
Salbung mit Chrisam
Chrisam ist eine Mischung aus Olivenöl und Balsam und wird
am Gründonnerstag vom Bischof geweiht. Die Salbung ist zunächst
ein Zeichen der Heiligung und Kräftigung. So werden Wunden
gesalbt, damit sie besser heilen. Schon im Alten Testament ist die
Salbung Zeichen für die Mitteilung des Geistes Gottes. Könige,
Priester und Propheten wurden deshalb gesalbt. Gottes Geist sollte
ihnen die Kraft geben, das Volk nach dem Willen Gottes zu führen.
So wird auch Jesus im Neuen Testament der »Christos«,
d. h. der Gesalbte genannt.
Die Salbung bei der Firmung macht deutlich, dass die erste Salbung
zum Christen bei der Taufe nun selbstverantwortlich bestätigt
und übernommen wird.
Gott aber, der uns und euch in der Treue zu Christus festigt
und der uns alle gesalbt hat,
er ist es auch, der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten
Anteil (am verheißenen Heil) den Geist in unser Herz gegeben
hat. 2 Kor 1,21-22
Besiegelung
Bei der Firmung spricht der Bischof: »Sei besiegelt durch
die Gabe Gottes, den Heiligen Geist«.
Dabei macht er ein Kreuzzeichen auf die Stirn.
In der Besiegelung soll die unverbrüchliche Treue Gottes zum
Ausdruck kommen. So wie ein Siegel das Geschriebene beglaubigen,
vor Fälschung schützen, seine Echtheit garantieren und
die Unversehrtheit bewahren soll, so schützt und bewahrt uns
Gott selber durch seinen Geist, den Christus uns gegeben hat.
So schreibt Paulus im Brief an die Epheser:
Durch Christus habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen
Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt. Epheser 1,13
Das christliche Leben, das wir mit der Taufe übernommen haben,
wird also durch die Firmung noch einmal besiegelt und beglaubigt.
Gott nimmt seine Zusage nicht zurück. So sagt man auch, die
Firmung prägt uns ein »unauslöschliches Merkmal«
ein. Deshalb kann die Firmung - wie auch die Taufe - nur einmal
im Leben empfangen werden. |
Kontakt:
Um die Firmvorbereitung in Aspern kümmert sich Pastoralassistent
Mag. Markus Pories.
Weitere Infos (extern):
www.firmung.at. |