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Apostelgeschichte 2010 - Teil 2

Donnerstag, 1. Februar 2007

Apostelgeschichte 2010

Nach der Himmelfahrt Jesu kehrten die Apostel vom Ölberg nach Jerusalem zurück und gingen in das Obergemach, ein ihnen wahrscheinlich vertrauter Raum, und verharrten hier, um auch mit Frauen und Brüdern zu beten. Hier zeigt es sich wieder, welcher Trost und welche Kraft vom Gebet ausgeht und wie sehr eine christliche Gemeinschaft stärken und einander tragen kann. Denn die Jünger waren sehr verzweifelt und verunsichert, wie soll es nun ohne Jesus weitergehen. Sie verstanden nicht die Verkündigung Jesu, da sie vor allem von ihm eine politische Veränderung in ihrem Land, die Befreiung von den Römern, erwartet hatten (wie auch wir so oft anderes erwarten).

Jesus wollte seine Jünger, seine Nachfolger nicht wie Waisen zurücklassen, sondern hatte ihnen einen Beistand versprochen, den Geist der Wahrheit, den Heiligen Geist, der für immer bei ihnen und in ihnen bleiben soll (Joh 14,16-17) und ihnen helfen soll, Jesu Verkündigung zu verstehen und zu übernehmen und seine Zeugen zu sein bis an die Grenzen der Erde.

Wen wählen wir anstelle des Judas? Nun warteten sie in Jerusalem auf die Erfüllung der Verheißung des Geistes und nützten diese Zeit, um einen Nachfolger für Judas zu wählen, der Jesus verraten und danach ein trauriges Ende gefunden hatte. Petrus als der Führende von den Aposteln ergriff das Wort und versuchte, Judas Verrat von der Schrift her, von den Propheten, den Psalmen zu deuten – „es musste sich das Schriftwort erfüllen.“ Die Gemeinde war überzeugt, dass der Kreis der Zwölf wieder hergestellt und ein Nachfolger gewählt werden musste. Die Bedingung dafür war, dass dieser nun mit ihnen gemeinsam Zeuge von Jesu Auferstehung sein musste.

Um aber Zeugnis geben zu können, musste ihm auch die Zeit, angefangen von der Taufe Jesu bis zu seiner Himmelfahrt vertraut sein, er musste mit den Jüngern beisammen gewesen sein. Sie wählten Josef und Matthias, beteten zu Gott und ließen das Los entscheiden, um den Willen Gottes zu erkennen. Im alten Israel war das Los ein heiliges und bekanntes Mittel, um den Willen Gottes zu erforschen (zB Spr 16,33). Das Los fiel auf Matthias und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.

Wahlen in Aspern
Am 18. März 2007 war es auch bei uns wieder so weit, dass ein neuer Pfarrgemeinderat für die nächsten fünf Jahre gewählt wurde, der gemeinsam mit dem Pfarrer das Christsein in Aspern gestalten und ermöglichen soll. Das Los zu werfen ist heute keine übliche Form mehr, aber es ist unser aller Auftrag, auch heute zu beten und unsere Verantwortung wahrzunehmen: nämlich die für dieses Amt geeigneten Frauen und Männer zu wählen, die Zeugnis von Jesus Christus durch ihr Leben, durch ihre Worte und vor allem auch durch ihre Taten geben. Ich lade alle Aspernerinnen und Asperner ein, von diesem demokratischen Recht in der Kirche Gebrauch zu machen.

Apg 1,12-14.23-26

Dann kehrten sie vom Ölberg, der nur einen Sabbatweg von Jerusalem entfernt ist, nach Jerusalem zurück. Als sie in die Stadt kamen, gingen sie in das Obergemach hinauf, wo sie nun ständig blieben: Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Zelot, sowie Judas, der Sohn des Jakobus. Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern … Und sie stellten zwei Männer auf: Josef, genannt Barsabbas, mit dem Beinamen Justus, und Matthias.

Dann beteten sie: Herr, du kennst die Herzen aller; zeige, wen von diesen beiden du erwählt hast, diesen Dienst und dieses Apostelamt zu übernehmen. Denn Judas hat es verlassen und ist an den Ort gegangen, der ihm bestimmt war. Dann gaben sie ihnen Lose; das Los fiel auf Matthias, und er wurde den elf Aposteln zugerechnet.

Christina Röder
Leiterin einer Bibelrunde


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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