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Religionen Singen – „(auf)einander hören“

Samstag, 29. September 2012 , 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Interreligiöser Liedernachmittag

Religionen singenEnde September war das Gymnasium in der Heustadelgasse Schauplatz und Ort des Zuhörens, des aufeinander Hörens. Zehn verschiedene religiöse Gruppen, darunter unsere Pfarre Aspern, stellten sich, ihre Gemeinde und ihre Musik vor. Die Organisation lag in den Händen des Interreligiösen Forums Donaustadt, Koordination und Moderation leitete kompetent Kathrin Lipowec von der MA 17.

Den zahlreichen Zuschauern bot sich eine überaus bunte und abwechslungsreiche Veranstaltung. Eher klassisch und professionell gaben sich das Orchester der Neuapostolischen Gemeinde und der Chor der Evangelischen Bekenntniskirche. Viel Rhythmus versprühte die Baptistengemeinde durch eine ausgezeichnete Sängerin und die Band. Die Pfarre Stadlau präsentierte im Sinn Don Boscos eine Kindergruppe und unsere Pfarre wurde von der bewährten Frauentanzgruppe vertreten. Anmutige Schrittfolgen zu besinnlicher Musik vermittelten Verbundenheit und Harmonie.

Religionen singen Religionen singen

Wegen Erkrankungen fiel die Darbietung der Muslime aus. Für manche Ohren ungewohnt, aber äußerst hörensund sehenswert waren die koptischen Gesänge, der Instrumentalist der mazedonisch- orthodoxen Gemeinde und der Auftritt der farbenfrohen Sikhs. Koptische Christen stammen aus Ägypten, wo sie ca. 10% der Bevölkerung ausmachen. In Wien pflegen etwa 6000 ihre uralten Traditionen. Nur etwas über 500 Mitglieder zählt die Mazedonische Kirche hier, die Menschen kommen aus Griechenland, Serbien und Albanien. Man spürt im Gespräch den starken Nationalstolz, wohl aus einem Gefühl der Unterdrückung entsprungen.

Religionen singen Religionen singen

Herzlich eingeladen wurden alle Besucher von den Sikhs, ihren Tempel, nicht weit von Aspern entfernt, zu besuchen. Die „Schüler“ eines Gurus aus Nordindien sind durch Tuch und Turban, die dem Schutz der Haare dienen, welche nicht abgeschnitten werden dürfen, unverkennbar. Betont wurden ihre Ablehnung des Kastenwesens in der Gesellschaft und ihre religiöse Toleranz: Wir sind alle Blumen einer Wiese – vom Schöpfer geschaffen! Dieses wunderschöne Bild, das spontanen Applaus erhielt, ist es wert, unseren Alltag zu beleben. Mit einem gemeinsamen „We shall overcome“ ging der Nachmittag voll Optimismus zu Ende.

Brigitta Mychalewicz

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