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Denkanstoß

Freitag, 1. März 2013 , 12:00 Uhr

Fasten, weniger oder gar nichts essen, damit ich ein paar überflüssige Kilo auf der Waage verliere – ist das der Sinn der Fastenzeit? Ein wenig abspecken, auf Überflüssiges verzichten, das entspricht gewiss dieser Zeit vor Ostern. Aber ich finde in der Bibel auch eine andere Bedeutung, die mich ganz besonders anspricht.

Im Jesajabuch Kapitel 58, Vers 6 verkündet der Prophet im Namen Gottes: „Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe; die Fesseln des Unrechts zu lösen, … an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen”.

Eine Möglichkeit, diese Art des „Fastens“ in die Tat umzusetzen, wäre z.B. – nicht nur vor Ostern – nur fair produzierte Schokolade zu kaufen. Wie ich in einem Bericht der Organisation Transfair gelesen habe, werden 70% der weltweit geernteten Kakaobohnen in den Ländern Westafrikas angebaut. Um diesen Kakao zu ernten, (auch unsere Osterhasen werden daraus hergestellt), müssen – so lese ich – 600.000 Kinder unter sklavenähnlichen Bedingungen schuften. Und für konventionell erzeugte Milchschokolade wird in der Regel auch Milchpulver verwendet, das von Kühen aus Massentierhaltung stammt...

Wenn ich fair erzeugte und gehandelte Schokolade und Osterhasen kaufe – auch wenn sie teurer sind – kann ich einen kleinen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit schaffen.

Ganz im Sinn der Bibel, mit dem Hinweis des Propheten Jesaja – so ein Fasten, Verzicht zu üben, verleiht der Fastenzeit einen neuen Sinn.

Christina Röder


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