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Psalm 130,1-2.5

Donnerstag, 1. Mai 2014

1 Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:
2 Herr, höre meine Stimme! Wende dein Ohr mir zu, achte auf
mein lautes Flehen!...
5 Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen
auf sein Wort…

Die Bibel ist ein Buch des Lebens, in dem alle menschlichen Erfahrungen Platz haben.

Besonders deutlich ist das für mich immer wieder in den Psalmen. Manche dieser biblischen Lieder begleiten mich schon lange, so auch dieser Psalm: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: Herr, höre meine Stimme!“

Menschen erleben TIEFE ganz verschieden:

Moritz ist tieftraurig, seit sein Meerschweinchen gestorben ist. Im letzten Winkel des Hauses, unten im Keller hat er sich aus Decken eine Höhle gebaut. Dort kann er sich verstecken und in Ruhe traurig sein, dort wartet er, bis endlich der ärgste Kummer vorbei ist.

Franz ist niedergedrückt, tief unglücklich, seit Niko, sein bester Freund, sich nicht mehr meldet. Kein Anruf, kein E-Mail wird beantwortet. Er wartet und wartet, er hofft so sehr auf einen neuen Anfang.

Monika ist am Boden zerstört: Das erste Mal hat sie ihre kleine Tochter geschlagen. Nie wollte sie so etwas tun. Mit großen Augen sieht Mia sie an. Ihre Wange ist gerötet, aus den Augen kullern Tränen. Monikas großer Ärger ist verraucht. Sie fühlt sich beschämt. Wie kann sie das jemals wieder gut  machen?

Ein „TIEF“ gibt es nicht nur beim Wetter, sondern immer wieder in jedem Menschenleben. Nicht in der Tiefe stecken bleiben, sondern auch in den schwierigsten Situationen, in Not und Schuld zu Gott zu rufen – dazu lädt mich Psalm 130 ein. Die uralten Bibelworte darf ich heute mit meiner Lebensgeschichte füllen.  Ich darf mir Psalm-Sätze ausborgen, wenn ich selbst sprachlos bin und mein Unglück, mein Warten und Hoffen vor Gott zur Sprache zu bringen.

Immer wieder habe ich erfahren, dass mir durch manches Tief hindurch neue Lebendigkeit zugewachsen ist: Nach schlaflosen Nächten geht mir plötzlich sonnenklar auf, wie es weitergehen könnte. Durch Zeiten der Schwäche und Krankheit bin ich auch stärker geworden. So singe ich auch immer wieder gern den  österlichen Psalm 30: „Herr, du zogst mich empor aus der Tiefe; ich will dich rühmen in Ewigkeit!“

Petra Pories
Pastoralassistentin


Serie: Mein Lieblingspsalm

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