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Psalm 126

Sonntag, 1. Juni 2014

Gefangenschaft – das Gegenteil ist wohl die Freiheit. Man muss nicht unbedingt eingesperrt sein, abgeschlossen von der Welt draußen, sich physisch nur in einem kleinen Raum aufhalten, um Gefangenschaft zu erleben. Der Alltag bietet viele Optionen, sich gefangen zu fühlen, nicht frei zu sein zum Beispiel in eigenen Entscheidungen. Es ist nicht immer möglich, all das zu tun, was man gerade möchte. Auch solche Situationen kann man als Gefangenschaft empfinden. Jedes Gefängnis gibt das Gefühl, eingeengt zu sein. Die Sehnsucht nach Befreiung wird immer größer, während man sich mit dem Zustand in der Gefangenschaft arrangiert. Man will ja schließlich überleben. Die Freiheit wird dann zum großen Traum.

1 Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende. 2 Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: «Der Herr hat an ihnen Großes getan.» 3 Ja, Großes hat der Herr an uns getan. Da waren wir fröhlich.

So eine Befreiung kann sehr überwältigend sein. Vor allem, wenn sie plötzlich und unverhofft eintritt, wenn die Hoffnung schon aufgegeben wurde. Jubel und Freude kennen keine Grenzen. Wünsche für die Zukunft werden daraus geboren, Pläne geschmiedet.

4 Wende doch, Herr, unser Geschick, wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland. 5 Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten. 6 Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

Die Befreiung stellt Menschen vor neue Aufgaben und bedeutet auch eine Verpflichtung. Nun gilt es, diese neue Freiheit zu gestalten, etwas daraus zu machen, zu säen, damit mit Jubel auch eine Ernte eingebracht werden kann.

Wie ging es nach dem Psalm weiter? Das Volk Israel kommt in seine Heimat zurück und baut die Stadt Jerusalem wieder auf. Im Lauf der Geschichte gibt es viele Beispiele der Befreiung und des Wiederaufbaus. Gerade im 20. Jahrhundert gab es in Europa mehrmals eine Aufbruchstimmung nach einer Befreiung.

Aber auch im eigenen Leben kann man Befreiung aus der einen oder anderen kleineren oder größeren „Gefangenschaft“ erleben. Wichtig ist, dass eine freie Entscheidung danach nicht dazu führt, sich in den daraus ergebenden Konsequenzen wieder gefangen zu fühlen. Trifft man eine solche Entscheidung im Gebet mit Gott, so wird und bleibt ein Traum wahr. Gott befreit – das durfte ich oft erfahren.

Christian Schweitzer


Serie: Mein Lieblingspsalm

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