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Von der Ostsee nach Aspern

Dienstag, 1. Juli 2014 , 13:30 Uhr

Vor fast genau einem Jahr besuchte ich zum ersten Mal für ein Wochenende die Pfarre Aspern, um meine Unterkunft für die kommenden Monate in Wien zu besichtigen und mich schon ein wenig einzurichten. Lebendig in Erinnerung ist mir noch das Fußballspiel mit einigen Ministranten und Kaplan Thomas auf dem Pfarrgelände. Ich habe mich sofort willkommen, angenommen und auch ein bisschen beheimatet gefühlt.

Im September 2013 wurde es dann ernst für mich und ich kam von der Ostsee nach Aspern, um zwei Semester meines Theologiestudiums in Wien zu verbringen. In der Ausbildung zum Priester ist ein einjähriger Aufenthalt außerhalb des Priesterseminars, welches der Wohnraum für die Priesterkandidaten ist und die geistliche Ausbildung leistet, vorgesehen. Empfohlen wird zudem ein Auslandsaufenthalt. Ich wählte Wien, weil ich keine neue Sprache erlernen wollte und mich die Situation der katholische Kirche im südlicheren Raum interessiert hat. Da ich aus der nördlichen Region Deutschlands stamme, wo nur ein schwindend geringer Teil überhaupt gläubig ist, hat mich besonders interessiert, wie der Glaube gelebt wird, wenn scheinbar der überwiegende Teil der Bevölkerung der katholischen Kirche angehört. Wie ein Glückstreffer war es, dass mein Heimatpfarrer mit Kaplan Thomas seit der Studienzeit befreundet ist und sich dadurch ein schneller und unkomplizierter Kontakt ergab. Mein größter Dank gilt Thomas, für seine uneingeschränkte Unterstützung und Zeit von der Wohnungssuche über Einblicke in die pastorale Arbeit in Aspern und der Erzdiözese Wien, bis hin zu kleinen Tipps, die ein Deutscher im alltäglichen österreichischen Leben so braucht. Außerdem möchte ich mich bei Pfarrer Georg Stockert, stellvertretend für das ganze Pastoralteam, bedanken. Durch die offene Art fühlte ich mich schnell auf- und hineingenommen und konnte dadurch viele Eindrücke in der seelsorglichen Tätigkeit vor Ort sammeln.

Neben diesen Eindrücken genoss ich es sehr, an der großen Universität Wien zu studieren. Wenn auch die Vorlesungen der theologischen Disziplinen, wie Dogmatik, Kirchengeschichte, Ethik u.v.m. im Vergleich zu anderen Wissenschaften, wie Biologie, Geschichte und Germanistik eher schlecht besucht sind, gibt es doch mehr Studierende, als ich es von der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt/M. (wo ich die ersten vier Semester studiert habe) gewohnt bin.

Außerdem habe ich mich auch in der Stadt Wien sehr wohl gefühlt. Nicht nur das kulturelle Angebot hat mich begeistert, sondern auch die zahlreichen Kaffeehäuser. Am liebsten habe ich mich aber in den ausgedehnten Grünflächen aufgehalten, die mich zum Entspannen und Wohlfühlen eingeladen haben.

Firmgruppe mit MarcusBesonders tiefe Einblicke in das Leben der Asperner Pfarre erlangte ich durch mein Mitwirken bei der Firmvorbereitung. Es hat mir viel Freude bereitet, bei den Firmmodulen an mehreren Samstagen den Glauben an Jugendliche weiter zu geben. Gerade dort habe ich die Nützlichkeit meines Studiums gespürt. Viele Erfahrungen mit hilfsbedürftigen Menschen durfte ich beim Le#+O Projekt machen. Schön war, dass ich nur mit meiner zur Verfügung gestellten Zeit Menschen helfen und auch ein bisschen glücklicher machen konnte. Stellvertretend für alle Helfer beim Le#+O Projekt möchte ich mich bei Frau Herta Jones für die vielen Erfahrungen bedanken. Ebenfalls sehr wohl habe ich mich bei der Ministrantengruppe gefühlt, in der immer viel Spaß möglich war. Stellvertretend, weil ein Dank an alle hier den Rahmen sprengen würde, ein herzliches Dankeschön an Richard Vellukunnel.

Abschließend möchte ich ganz herzlich Familie Brüssing danken, die mir den Start in Wien nicht nur durch ihr offenes Haus, sondern auch mit vielen Informationen, ermöglicht haben. In gleicherweise gilt mein Dank Familie Helm, die mich mietfrei bei sich wohnen ließen. Ein herzliches: Vergelt´s Gott! Rückblickend bin ich dankbar für die Zeit in Aspern. Sie hat mich bestärkt in meinem Wunsch, Priester zu werden. Ihnen allen dafür ein herzliches Dankeschön!

Euer Marcus

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