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Psalm 139

Sonntag, 1. Februar 2015

Vertrauen

In den Psalmen haben die Menschen für Gott, der sie beschützt und ihnen immer nahe ist, viele unterschiedliche Bilder gefunden. Sie nennen ihn meine feste Burg, Felsen der Zuflucht, Wächter,  guter Hirte; er beschirmt dich mit seinen Flügeln, birgt dich unter seinen Fittichen,…

Für mich hat der Beter von Psalm 139, 9-10 ein besonders schönes Bild von der Nähe Gottes zu uns Menschen gefunden.

„Wollte ich Flügel mir leihen vom Morgenrot und ließe mich nieder
am fernsten Gestade. Auch dort noch wird deine Hand mich
geleiten und halten mich deine Rechte.“

Ferne Gestade stehen für Sehnsucht nach neuen, bislang unbekannten Zielen, Aufbruch, Chance, Entfaltung, Wagnis, ungeahnte Möglichkeiten – aber auch Einengung durch Unsicherheit, Besorgtheit und Angst.

Auf den Flügeln des Morgenrotes reist man auf keinem bekannten Weg, es ist eine ganz andere Art  ans Ziel zu gelangen. Um das zu entwickeln und zu entfalten, was in uns angelegt ist, darf ich nicht stehenbleiben, muss ich immer wieder aufbrechen, mich neu orientieren, manchmal mit einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft und mit sicheren Schritten, manchmal sind viele Fragen offen und die Zukunft macht mir Angst. Bei so manchen Herausforderungen stoße ich mit eingefahrenen  Denkmustern an die Grenzen.

Die Erfahrung des Beters, dass Gott mich bei jedem Aufbruch an fremde Gestade auch auf den Flügeln des Morgenrotes begleitet, gibt Mut und Zuversicht, das Wagnis Leben immer wieder neu zu bedenken und sich seinen Sehnsüchten zu stellen.

Eine Ermutigung, Neues zu wagen, findet sich auch in Psalm 18,34

„Meinen Schritten gabst du weiten Raum, meine Füße strauchelten nicht“.

Gott engt uns nicht ein, er führt uns in die Freiheit mit der Zusage, dass er uns und allen Menschen, um die wir uns sorgen, auch in der Fremde nahe sein wird.

Christine Scholz
Stellv. Vorsitzende des Pfarrgemeinderates


Serie: Mein Lieblingspsalm

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