Datenschutz und Verwendung von Cookies

Wir setzen Cookies ein, um Ihnen den Besuch unserer Website so angenehm wie möglich zu machen. Wenn Sie mit der Nutzung der Website fortfahren, erklären Sie sich automatisch mit unserer Erklärung zum Datenschutz und zu Cookies einverstanden.

Psalm 89

Sonntag, 1. März 2015

Singt dem Herrn ein neues Lied

Psalm 98? Ja, aber nicht nur…

1 [Ein Psalm.] Singt dem Herrn ein neues Lied; denn er hat wunderbare Taten vollbracht. Er hat mit seiner Rechten geholfen und mit seinem heiligen Arm. 4 Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde, freut euch, jubelt und singt! 5 Spielt dem Herrn auf der Harfe, auf der Harfe zu lautem Gesang! 6 Zum Schall der Trompeten und Hörner jauchzt vor dem Herrn, dem König! 7 Es brause das Meer und alles, was es erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner. 8 In die Hände klatschen sollen die Ströme, die Berge sollen jubeln im Chor …

Welcher, wenn nicht dieser Vers springt einem (Kirchen-)Musiker sofort ins Auge? Und er springt mir im Psalter nicht nur einmal ins Auge: auch die Psalmen 96 und 149 beginnen mit diesem Vers. Die genannten Psalmen gehören zur Gruppe der Hymnen. Der älteste Hymnus ist das Mirijam-Lied (Ex 15,21), das wir in jeder Osternacht nach der Lesung vom Durchzug durch das rote Meer (Ex 14,15 – 15,1) hören – natürlich  gesungen! Es wäre ja widersinnig, einen Hymnus zu sprechen. Oder können Sie sich vorstellen, vor einem Länderspiel im Stadion die  (Bundes-)Hymne zu sprechen? Eben! Psalmen sind wie Hymnen Lieder, und Lieder muss man singen, auch wenn dadurch die  Textverständlichkeit manchmal etwas leidet.

David selbst hat die musikalische Ausführung angeordnet: „David bestellte für den Dienst vor der Lade des Herrn Leviten, die […] die Harfen und Zithern spielen, […] die Zimbeln schlagen und die […] Trompeten blasen (sollen) vor der Bundeslade Gottes.“ (1 Chr 16,4-6) Auch Jesaia greift auf die erwähnten Psalmen zurück: „Singt dem Herrn ein neues Lied, verkündet seinen Ruhm bis ans Ende der Erde!“ (Jes 42,10)

Dieser Auftrag begleitet mich (anfangs natürlich unbewusst) schon mein ganzes Leben lang, jedenfalls aber seit ich vor genau vierzig Jahren das erste Mal bei einem Gottesdienst Orgel spielte. Er hat mich seither nicht mehr losgelassen. Ich bin dankbar, dass ich die Talente, die Gott  mir gegeben hat, zu seinem Lob und zur Erbauung der Gemeinde nützen kann, sei es als ausübender Musiker oder als Komponist. Besonders  schön ist es, wenn sich andere für das gesungene Lob Gottes begeistern lassen. Daher sei hier einmal unseren Kantorinnen und Kantoren  herzlich gedankt. Sie sind es ja, die vor dem Herrn „jubeln und singen“ – mitunter auch meine Kompositionen, die ja nicht immer leicht zu  singen sind. So möchte ich mit einem Vers aus einem anderen Hymnus schließen und die geschätzte Lesergemeinde dazu anregen, die  erwähnten Psalmen nachzulesen, zu beten, zu singen und zu meditieren: „Möge dem Herrn mein Dichten gefallen. Ich will mich freuen am Herrn.“ (Ps 104,34) Diese Freude am Herrn wünsche ich uns allen – vor allem zum nahenden Osterfest!

Mag. Gerhard Schmiedpeter
PGR, Kirchenmusiker


Serie: Mein Lieblingspsalm

00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-
00:00-00:00
-

Terminübersicht