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Ein Stück neue Hoffnung

Donnerstag, 24. September 2015 bis 01:00 Uhr

für 15 bis 20 Asylsuchende auf dem neuen Pfarrgrundstück.

Hinter dieser Mauer liegt das neue Grundstück …Im Mai dieses Jahres hat die Pfarre das an den Pfarrgarten von St. Martin angrenzende Grundstück, Aspernstraße 134, vorfinanziert durch die Erzdiözese Wien, erworben. Auf dem vorderen Teil soll eine Wohnbaugenossenschaft Baurecht bekommen, den hinteren Teil werden die Pfadfinder nützen, in der Mitte bleibt ein Stück für eigene Zwecke der Pfarre.

Angesichts der tristen Wohnsituation für tausende Flüchtlinge in Österreich überlegten wir, was unsere Pfarre tun könnte. Bestärkt wurden wir auch durch Papst Franziskus, der im Angelusgebet am 6. September 2015 alle kirchlichen Einrichtungen in Europa aufforderte, eine Familie aufzunehmen und durch das Versprechen von Erzbischof Christoph Schönborn, Tausend oder mehr Menschen in Pfarren, Klöstern … unterzubringen.

Daher hat der Pfarrgemeinderat in einer außerordentlichen Sitzung am 9. September 2015 einstimmig beschlossen, die ca. 200 m² große Fläche in der Mitte des neuen Grundstücks der Caritas Wien kostenlos zur Verfügung zu stellen, um dort Container für die Unterbringung von 15 bis 20 Flüchtlingen, die in Österreich einen Asylantrag gestellt haben, zu errichten. Laut Genfer Flüchtlingskonvention werden diese Menschen in die Grundversorgung aufgenommen, d.h. ihnen steht Essen und ein Dach über dem Kopf solange zu, bis in einem rechtlichen Verfahren geklärt worden ist, ob sie in Österreich bleiben können. Solche Verfahren können aber bis zu mehreren Jahren dauern. Aufnahmezentren wie Traiskirchen stoßen mit der Betreuung von Neuankömmlingen schon an ihre Grenzen und können nur das Überlebensnotwendige bieten und sind für einen längeren Aufenthalt für traumatisierte Menschen und Kinder völlig ungeeignet. Wo einige tausend Menschen auf engem Raum zusammenleben, gibt es keine Rückzugsmöglichkeit, kaum Betreuung, Beschäftigung oder Ausbildung und damit auch keine Integration in ihre vielleicht neue Heimat.

Daher sollen die Menschen, für die wir mit diesem Projekt Wohnraum schaffen, hier vor Ort betreut werden, d.h. wir möchten ihnen ermöglichen, dass sie die deutsche Sprache lernen, die Kinder die Schule besuchen, Kontakte knüpfen können.

Aber noch ist es nicht so weit. Die Firma Ing. Richter Landscaping wurde mit den Rodungsarbeiten in dem wild verwachsenen Garten beauftragt. Kanalanschluss, Strom und Wasser müssen noch bis zu den Containern verlängert werden. Doch wir hoffen, dass wir noch vor Wintereinbruch einigen schutzsuchenden Menschen ein Dach über dem Kopf und damit neue Hoffnung geben können.

Über den Fortschritt dieses Projektes werden wir hier laufend berichten.

In den letzten Wochen haben wir immer wieder erfahren dürfen, wie groß die Hilfsbereitschaft in Österreich ist, dass Menschen die Not sehen und darauf reagieren. Wir sind sicher, dass es auch in Aspern viele gibt, die hinschauen und mithelfen wollen. Zurzeit wissen wir noch nicht, was gebraucht wird, aber auch darüber werden wir Sie dankbar bei Bedarf auf der Homepage informieren.

Christine Scholz
Stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Aspern

Bilder von den Rodungsarbeiten

Rodung des neuen Grundstücks Rodung des neuen Grundstücks Rodung des neuen Grundstücks

Rodung des neuen Grundstücks Rodung des neuen Grundstücks Rodung des neuen Grundstücks

Rodung des neuen Grundstücks Rodung des neuen Grundstücks Rodung des neuen Grundstücks

Fotos: Christoph Schweitzer

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