Weihnachten - Gott zeigt uns sein Gesicht

Sonntag, 24. Dezember 2017, bis Samstag, 13. Jänner 2018

Weihnachtskrippe Wie haben Maria und Josef ausgesehen? War das Gesicht des Neugeborenen wirklich so reizend und lieblich, wie es die Weihnachts- und Hirtenlieder besingen? Auch die Gesichter der Hirten, die geprägt waren von der harten Arbeit mit den Schafherden vor Bethlehem, sind uns unbekannt.

Unbekannte Gesichter.

Vielleicht hat dies die Gestalterin der kleinen, selbst angefertigten Krippe inspiriert. Die Krippe mit den Stofffiguren steht in unserem Seelsorgezentrum vor dem Altar.
Die Gesichter der einzelnen Figuren sind leer geblieben …

Auf der anderen Seite verkündet die Bibel gerade zu Weihnachten, dass der unsichtbare Gott in dem Kind von Bethlehem sich uns zeigt und uns sein Gesicht zuwendet. Im großen Hymnus des Kolosserbriefes staunt und preist der Verfasser, wie der unendliche Gott sich in dem Kind Jesus Christus den Menschen zugewandt hat: „Er ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.“

Er zeigt uns sein Gesicht in dem kleinen Neugeborenen, der draußen vor den Toren Bethlehems im Stall in einer Krippe liegt. Das Gesicht dieses Kindes wird von den Menschen, die dorthin kommen, angeschaut und angebetet: von Maria und Josef, von den staunenden Hirten und von den suchenden Sterndeutern aus dem Osten. In diesen Menschen dürfen wir uns wiederfinden.

Wenn Gott in dem Kind von Bethlehem uns so liebevoll sein Angesicht zeigt, dann sind auch die Menschen, denen wir tagtäglich am Arbeitsplatz, im Geschäft oder in der U-Bahn begegnen, keine anonyme gesichtslose Masse mehr. Denn Gott hat auch sie angeschaut und ihnen ein unverwechselbares Ansehen gegeben. Deshalb finden wir in ihnen auch das Gesicht des menschgewordenen Gottes, das Antlitz des Kindes von Bethlehem.

Pfarrer Georg Stockert

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