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Ein Zeichen der Nächstenliebe

Samstag, 1. Dezember 2018

Helga Tippel, unsere langjährige Leiterin des Caritasprojektes, besuchte das Kinderheim ASPERN

In Kiew angekommen wurden wir von Vera Koshil, der langjährigen Leiterin des Hauses ASPERN und Weggefährtin meiner Mutter, vom Flughafen abgeholt und wir fuhren direkt ins Kinderheim.

Es war sehr schön zu sehen, wie bemüht alle MitarbeiterInnen sind, den Kindern ein schönes Zuhause zu bieten, in dem sie sich geborgen fühlen können.

Wir sahen und erlebten, wie freundlich die Kinder auf uns zugingen und wie sehr sie sich über jede Geste der Zuwendung freuten, umso mehr machte betroffen, die Geschichten zu hören die hinter den Kindern stehen und die sie erleben mussten. Da gibt es Kinder, deren Eltern verstorben sind, aber auch Kinder, die aus Situationen sexueller Gewalt befreit werden mussten, deren Mütter auf Grund von Drogenabhängigkeit nicht für die Kinder sorgen konnten, Kinder, die einfach abgegeben, im Spital nicht mehr abgeholt wurden und vieles mehr. Dies vor Augen macht es schwer, tatenlos ruhig zu schlafen. Als nächstes besuchten wir die Mutter-Kind- Station, dann die Räume der Jugendbetreuung und das „Familienhaus“…

Das Projekt, das den MitarbeiterInnen vor Ort derzeit große Sorgen bereitet, ist das Familienförderungsprojekt. Hier werden rund 200 Familien, in denen rund 700 Kinder leben, regelmäßig besucht, sozial betreut und mit dem Nötigsten versorgt. Auf diese Art und Weise kann unmittelbar gehandelt werden, wenn in Familien Gewalt gegen Kinder passiert, und es kann geholfen werden, wenn es am Allernotwendigsten fehlt. Leider ist die weitere Finanzierung dieses Projekts sehr ungewiss, da es, wie überall, zu Einsparungen kommt.

Wenn man allerdings unmittelbar vor Ort erlebt, was unsere Spenden bewirken können, ändert sich der Blickwinkel.

Besondere Freude bereitete auch der Besuch zahlreicher, ehemaliger Heimkinder, die damals in der „Kinderaktion“ zu uns nach Aspern zur Erholung kommen konnten, die nun als erfolgreiche Familienväter und Mütter dankbar auf die Zeit der Unterstützung zurückblicken.

Das Haus ASPERN in Kiew ist nun seit 23 Jahren ein Zeichen der Nächstenliebe und wir hoffen, dass wir gemeinsam die positive Zukunft dieses Projekts weiter mitgestalten können.

Manfred Tippel

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