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Umweltaktion der KJ-Aspern

Sonntag, 28. April 1985

Die Fastenzeit 2019 stand in Aspern unter dem Motto „Klimafasten“: Wie kann ich, was können wir gemeinsam für unsere Welt tun? In unserer Pfarre dachte man schon 35 Jahren davor an die Umwelt und Schöpfung:

Wir schreiben das Jahr 1984. Die Müllberge in den Gemeinden wachsen rasant. Getrennte Sammlungen der Altstoffe gibt es nicht. Illegal wird im ganzen Land auf einigen Plätzen vor allem Sperrmüll abgeladen – auch in der Donaustadt. Kaum liegt Mist irgendwo am Straßenrand, kommt weiterer hinzu. Die „beliebtesten Lagerplätze“ sind bald bekannt. Im Raum Aspern sind es sicherlich an die zwanzig Stellen. Die Gemeinde Wien kommt ab und zu mit einem LKW vorbei und räumt auf. Einige Plätze werden geduldet, entsprechende Schilder werden aufgestellt.

  Zu Pfingsten 1984 machte die katholische Jugend der Pfarre Aspern ein Lager im Hausruck in Oberösterreich. Dort waren wir auf einem Bauernhof untergebracht – in einer umgebauten Scheune. Bei einem Geländespiel in der Umgebung wurde den Jugendlichen unter anderem aufgetragen, Müll aus dem Wald mitzubringen. Es kam eine beachtliche Menge zusammen. Unser Unterkunftgeber verständigte die Gemeinde und organisierte die Abholung. Und die Kronenzeitung berichtete in der Rubrik „Grüne Detektive“ am 28. Juli 1984 davon.

Wir begannen in der Folge in unseren Gruppenstunden nachzudenken: über unsere Umwelt, die eigentlich eine Mitwelt ist, und wie wir etwas zum Schutz beitragen könnten. So wurde die „Umweltaktion der katholischen Jugend Aspern“ unter der Litung der Gruppe Wedirakeschil geboren. Beginnend am 28. April 1985 führten wir bis 1988 im Pfarrgebeit sieben Sammlungen von Altmaterial durch.

Insgesamt sammelten wir mehr als 100 000 kg:

  • 59 590 kg Papier
  • 19 902 kg Glas
  • 16 798 kg Textilien
  • 261 kg Aluminium 
  • 8924 kg Bleiakkumulatoren

  konnten wir verkaufen.

  • 654 kg Alte Batterien und
  • 292 kg abgelaufene Medikamente

brachten wir zur ordnungsgemäßen Entsorgung.

Über 1 500 km legten wir mit Fahrzeugen zurück, die uns von Firmen, Bauern, Gärtnern und Privatpersonen aus Aspern zur Verfügung gestellt wurden. Bei jeder Aktion waren etwa 50 Jugendlichen, aber auch viele Erwachsene aus unserer Pfarre beteiligt. Das Echo war sehr groß. Viele Berichte in Zeitungen, eine Reportage im ORF-Radio folgten. Wir wurden eingeladen, Vorträge über die Aktion zu halten. Es gab auch Gruppen in Wien, die diese Aktion in anderen Grätzeln nachmachten. In den Gemeinden in Ostösterreich wurde die Aktion diskutiert.

 

1988 begann sich die Mülltrennung in vielen Bereichen durchzusetzen. In Wien baute die MA48 ein entsprechendes Sammelsystem auf. Unsere Aktion hatte ihr Ziel erreicht – die „Großen“ haben übernommen ;-)

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