päpstlich

Mai 2025

Wie uns der Verstorbene Papst Franziskus in Erinnerung bleiben wird

Rosario Rausch stammt wie der verstorbene Potifex aus Argentinien:

„Franziskus hat gespalten: Viele Menschen haben ihn verehrt, aber auch viele haben ihn scharf kritisiert. Ich selbst sehe Stärken und Schwächen. Besonders berührt haben mich seine Barmherzigkeit und sein letztes Schreiben „Dilexit nos“ über die Liebe des Herzens Jesu – eine Lektüre, die ich sehr empfehle!”

Pfarrer Rober Rys hat zwei Jahre lang in Rom an der Alfonsina-Universität studiert:

„Unvergesslich bleibt für mich der Moment, als Papst Franziskus in der Zeit der Pandemie alleine in einem Bittgottesdienst am Petrusplatz für die gesamte Menschheitsfamilie gebetet hat. Das war für mich ein starkes Zeichen, bei dem mir sehr bewusst wurde: Ein tiefes Gebet und ein unerschütterlicher Glaube können wirklich Berge versetzen. Der weiß gekleidete Papst, der ganz alleine über den leeren und vom Regen nassen Petersplatz geht und dann seine Worte – das alles drückt die Hoff nung und das Vertrauen aus, dass Gott seine Welt auch in solch einer furchtbaren Situation lenkt.”

Petra Pories durfte 2023 an einer internationalen Konferenz im Vatikan teilnehmen:

„Ich war so beeindruckt von der Buntheit der Weltkirche und natürlich auch besonders von Papst Franziskus. In seiner Ansprache hat er betont, dass wir alle gemeinsam für die Kirche zuständig sind: nicht nur die Kleriker, sondern alle Getauft en! Im kurzen persönlichen Gespräch hat Papst Franziskus unsere kleine österreichische Delegation so warmherzig begrüßt – das, und seinen Händedruck werde ich nie vergessen!“

Christine Scholz ist stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderats mit einem Arbeitsschwerpunkt im Bereich Schöpfung:

„Für mich steht Papst Franziskus für soziale Gerechtigkeit und Umwelt. Mit seiner Enzyklika Laudato Si stellte er, nach dem Vorbild seines Namensgebers, des hl. Franz von Assisi, die Sorge um die Ärmsten in der Welt und um die Schöpfung ins Zentrum seines Wirkens. Beides ist für ihn untrennbar miteinander verbunden.“

Carmen Walser war bei der Ministranten-Wallfahrt 2024 in Rom dabei:

„Ich durft e die Audienz am Petersplatz aus nächster Nähe zu Papst Franziskus erleben. Es hat mich sehr bewegt zu sehen, wie er sich für uns junge Leute interessierte und wie viel ihm an der Begegnung lag. Er war ein Papst für alle und hat das Miteinander wirklich gelebt.”

Eine Umfrage – viele Hoffnungen: Papst Leo XIV

Am 8. Mai 2025 wurde der Augustiner-Mönch Robert Francis Prevost zum Papst gewählt und nahm den Namen Leo der 14. an. Was wünschen sich die Menschen unserer Pfarre von ihm?

Keine Überraschung ist der am meisten genannte Wunsch der Pontifex möge die Wege seines Vorgängers weitergehen. Die Richtung stimmt, es soll keine Rückschritte geben.  Friedensinitiativen stehen auch hoch im Kurs, wen wundert es. Dazu passt eine weitere Stimme, die Konkretisierung fordert. Worte und Taten sind wohl gemeint. Immer wieder wird Bewahrung der Schöpfung genannt, und zwar von jungen Menschen wie auch von Älteren. Gerechtigkeit hat Papst Leo selbst schon öft ers angesprochen. Theoretisch und praktisch sollen die Maßnahmen sein. Die Gläubigen wünschen sich Offenheit, die sich auf die verschiedensten Anliegen bezieht.

Sind die Menschen selbst offen? Freundlichkeit ist ein guter Beginn, Zuhören ganz wichtig, auch ein Abrüsten bei der Wortwahl wird erhofft : Dabei soll wohl das Oberhaupt der Kirche Vorbild sein und klare, aber nicht verletzende Worte verwenden. Gemeinschaft ist gefragt in der Kirche selbst, auch der synodale Weg gehört offenbar dazu, und die gesamte Weltbevölkerung sitzt im selben Boot.

Die „Frauenfrage“ soll nicht auf Eis gelegt werden, sondern wenigstens ernsthaft diskutiert werden. Frauen möchten in allen Bereichen eingebunden sein, ihre Talente geschätzt wissen und Weiheämter in einer zu entwickelnden Form in Reichweite kommen. Auch die Jugend sucht das direkte Gespräch mit Papst Leo.

Ein Wunsch aus aktuellem Anlass, der auch die Pfarre Aspern betrifft , soll hier Erwähnung finden: Wir ersuchen freundlich um einen neuen Erzbischof für Wien.

Wir danken Gott für unseren neuen Papst und bitten Ihn: Hilf ihm, deine Kirche zu führen und zu fördern, und steh ihm bei dieser schwierigen Aufgabe mit deinem hl. Geist bei!

 


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