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September 2025
Christliches Handeln gegenüber unseren tierischen „Nächsten“
Wie wir Menschen untereinander gut und gerecht umgehen sollen? Das wird in der Bibel, in Heiligenlegenden und auch in den Gottesdiensten – richtigerweise – sehr ausführlich
thematisiert. In der offiziellen religiösen Praxis der Kirche werden Tiere dagegen oft wenig thematisiert, obwohl sie unsere unverzichtbaren Mitgeschöpfe sind, die für die meisten von uns einen wichtigen Teil des Alltags darstellen. Grund genug, ihnen diese Ausgabe unseres Pfarrblatts zu widmen.
Allgemein anerkannt ist, dass Tiere als unsere Mitgeschöpfe ganz klar eine Würde haben und ein generell achtsamer Umgang, ohne ihnen Leid zuzufügen, sehr eindeutig als Teil christlicher Moral gesehen werden kann. So lässt auch die Überlieferung der Arche Noah eine Wertschätzung der Tiere und ihrer Vielfalt an Arten erkennen.
Ebenso heißt es in Markus 16,15: „Verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung“. Das zeigt uns, dass die frohe Botschaft Jesu nicht den Menschen allein gilt. Auch Papst Franziskus machte die Tierliebe in seiner Umwelt-Enzyklika deutlich: „Wenn jemand im Evangelium liest, dass Jesus von den Vögeln spricht und sagt, dass «Gott nicht einen von ihnen vergisst» (Lk 12,6), wird er dann fähig sein, sie schlecht zu behandeln oder ihnen Schaden zuzufügen?“. In diesem Kontext kann das vielzitierte „macht euch die Erde untertan“ auch als Auftrag gesehen werden, sich um seine Mitgeschöpfe zu kümmern.
Heftig umstritten ist auch unter Theolog:innen die Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass wir Menschen uns von tierischen Produkten ernähren. Häufig wird dabei jene Stelle nach der Sintflut zitiert, bei der Gott den Menschen auch die Tiere („alles Lebendige, das sich regt“, Gen 9,3) zur Nahrung gibt. Auf der anderen Seite trägt die Massentierhaltung, Grundlage für die Fleischproduktion in ihrer heutigen Dimension, maßgeblich zu Tierleid, Umweltzerstörung und Klimakrise bei. Der Theologe Kurt Remele plädiert daher in seinem Buch „Die Würde des Tieres ist unantastbar: Eine neue christliche Tierethik für einen vegetarischen Lebensstil“.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Auslegung und Praxis zu Tieren im Christentum sehr unterschiedlich und durchaus kontrovers ist. Sich im Zuge der nächsten Begegnung mit einem Tier, beim nächsten Einkauf oder auch in der Art und Weise wie man über Tiere denkt und spricht Gedanken zu machen, wie denn ein richtiger, christlicher Umgang mit unseren Mitgeschöpfen aussehen könnte, ist allerdings gewiss kein Fehler.
08:00 hl. Messe
08:30 Rosenkranz
13:00 Einsegnung
16:00 Fasching mit den Kathi-Kids
16:30 Jungschar
18:30 Bibel für alle
19:00 hl. Messe
08:00 hl. Messe
08:30 Rosenkranz
09:00 Anbetung
15:00 SteinchenFest
18:00 Anbetung
18:15 Fatimaabend
19:00 hl. Messe
19:15 KEK Elternabend