Denkanstoß

Montag, 1. April 2013 , 16:25 Uhr

„Musik ist eine heilige Kunst!“

Diesen Satz hat Hugo von Hofmannsthal dem Komponisten in „Ariadne auf Naxos“ in den Mund gelegt und Richard Strauss genial vertont.

Wir sind mittlerweile fast überall von Musik umgeben; im Kaufhaus, im Supermarkt, in der U-Bahn, wenn unser Sitznachbar die Lautstärke wieder einmal bis zum Anschlag hochgedreht hat. Mitunter ist sie uns lästig geworden, die „heilige Kunst“. Doch es gibt einen Ort, an dem Musik wirklich eine heilige Kunst ist: die Kirche. Der Gottesdienst. Wie arm wäre unsere Liturgie ohne Musik!

Es wird großteils als selbstverständlich angesehen, dass „die Orgel spielt“. Doch es spielt nicht die Orgel, es spielt der Organist. Ein Mensch, der sich Gedanken macht, wie er die Botschaft der Lesungen „rüberbringen“ kann. Was spielt man zur Kommunion? Was ist das Thema des Sonntags? Welches Danklied singen wir? Alles Überlegungen, die in die Musik einfließen.

Versuchen Sie, diese „heilige Kunst“ im Gottesdienst bewusst wahrzunehmen. Die Musik geht zwar durch das Ohr und das Gehirn, dringt aber sehr direkt ins Herz, in die Seele, und kann so helfen, die Begegnung mit Jesus Christus im Wort und Altarssakrament tiefer werden zu lassen.

In diesem Sinne: Singen Sie bewusst und aus vollem Herzen mit! Sie werden sehen: Musik ist wahrhaft eine heilige Kunst!

Gerhard Schmiedpeter
PGR, Organist und Regens Chori


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