zum projekt.firmung 2016/17

Anmeldung


Firmung

FirmungDie meisten Christinnen und Christen wurden als Kinder getauft. Natürlich kann man in diesem Alter noch nicht sagen „Ich glaube an Gott.“ Daher bekennen bei der Taufe die Eltern und Paten ihren Glauben und versprechen, ihrem Kind das Hineinwachsen in diesen Glauben zu ermöglichen.

Je älter der Mensch wird, um so mehr muss er eigene Glaubensschritte tun. Das „mit-glauben“ mit den Eltern wird mehr und mehr frag-würdig (im besten Sinne des Wortes!). Man muss selbst entscheiden, welchen Weg man einschlägt, welches Lebensprogramm man wählt, welches Ziel man sich setzt.

Firmalter

Grundsätzlich gilt in der Erzdiözese Wien das Mindestalter 14 Jahre (im Jahr der Firmung muss das 14. Lebensjahr vollendet werden). Wenn Firmung aber bewusste Zustimmung zu einem christlichen Leben bedeutet, dann sollte sie nicht vom Alter, sondern von der persönlichen Entscheidung und von der Bereitschaft abhängen, sich auf eine Auseinandersetzung mit dem Glauben einzulassen. Das kann schon mit 13/14 Jahren sein, aber auch später. Wir empfehlen daher eher, bis 16 Jahre zu warten. Für Jugendliche gibt es in unserer Pfarre das projekt.firmung.

In unserer Pfarre werden auch Erwachsene auf die Firmung vorbereitet.

Für die Firmung ist niemand zu alt!

Firmpatenschaft

Der/die Jugendliche soll den Paten selbst auswählen. Jeder erwachsene (katholische) Christ, der selbst gefirmt ist, kann Firmpate/patin sein. Wichtig ist uns, dass er/sie eine gute Beziehung zum Firmling hat.

Feier der Firmung

Spender der Firmung

Firmung in Aspern - Prälat Burkhardt Ellegast Grundsätzlich ist die Feier der Firmung Sache des Ortsbischofs (in unserem Fall also Erzbischof Christoph Schönborn). Das macht die Zugehörigkeit der Gefirmten zur Gesamtkirche deutlich. Da der Bischof nicht (fast) gleichzeitig in allen Pfarren firmen kann, werden auch andere Priester (Weihbischöfe, Äbte der Klöster, Bischofsvikare und andere Priester mit besonderer Funktion in der Diözese) mit der Firmspendung beauftragt.

Da Aspern bis 2001 eine Patronatspfarre des Stiftes Melk war (siehe auch …), kommt jemand von Melk sehr gerne zur Firmung nach Aspern.

Firmfeier mit der Gemeinde

Die Firmung wird innerhalb einer Eucharistiefeier, das heißt in einer sonn- oder feiertäglichen Gemeindemesse gespendet. Durch die Beteiligung der Gemeinde soll deutlich werden, dass die Firmung den Christen in neuer Weise mit der Kirche verbindet. Vor der Gemeinde bekennt der Firmbewerber/die Firmbewerberin seinen/ihren Glauben und verspricht, sich um ein christliches Leben zu bemühen. Diesen Auftrag kann er/sie um so besser erfüllen, je mehr die Gemeinschaft der Gläubigen ihn/sie trägt und stützt.

Zeichen der Firmung

Die Worte und Handlungen bei der Feier eines Sakramentes sind sichtbare äußere Zeichen. Sie sind Zeichen für das, was Gott an uns und mit uns tut.

Die wichtigsten Zeichen bei der Firmung sind:

Handauflegung

Wenn ich jemandem die Hand auf die Schulter lege, möchte ich ihm zeigen, dass ich zu ihm stehe, dass er mit mir rechnen kann. Wenn ein Vater seinem Kind die Hand auflegt, so zeigt er damit an, dass er sein Kind annimmt und beschützt. Im Alten Testament bedeutet das Auflegen der Hände darüber hinaus, den Segen Gottes weitergeben. Im Neuen Testament lesen wir, wie Jesus den Kindern die Hände auflegt und sie segnet (Mk 10,16). Durch das Auflegen der Hände wurde auch die Vollmacht zu wichtigen Diensten in der alten Kirche weitergegeben. Dies geschieht heute noch z. B. bei der Weihe zum Diakon oder Priester. Die Handauflegung durch den Bischof bei der Firmung will ausdrücken:

  • Gott schützt dich
  • Gott segnet dich und steht zu dir
  • Gott beauftragt dich als Christ zu leben

Salbung mit Chrisam

Salbung mit Chrisam Chrisam ist eine Mischung aus Olivenöl und Balsam und wird am Gründonnerstag vom Bischof geweiht. Die Salbung ist zunächst ein Zeichen der Heiligung und Kräftigung. So werden Wunden gesalbt, damit sie besser heilen. Schon im Alten Testament ist die Salbung Zeichen für die Mitteilung des Geistes Gottes. Könige, Priester und Propheten wurden deshalb gesalbt. Gottes Geist sollte ihnen die Kraft geben, das Volk nach dem Willen Gottes zu führen. So wird auch Jesus im Neuen Testament der Christόs (altgriechisch Χριστός, „der Gesalbte“) genannt.

Die Salbung bei der Firmung macht deutlich, dass die erste Salbung zum Christen bei der Taufe nun selbstverantwortlich bestätigt und übernommen wird.

Gott aber, der uns und euch in der Treue zu Christus festigt und der uns alle gesalbt hat, er ist es auch, der uns sein Siegel aufgedrückt und als ersten Anteil (am verheißenen Heil) den Geist in unser Herz gegeben hat. 2 Kor 1,21-22

Besiegelung

Bei der Firmung spricht der Bischof: »Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist«.

Dabei macht er ein Kreuzzeichen auf die Stirn.

In der Besiegelung soll die unverbrüchliche Treue Gottes zum Ausdruck kommen. So wie ein Siegel das Geschriebene beglaubigen, vor Fälschung schützen, seine Echtheit garantieren und die Unversehrtheit bewahren soll, so schützt und bewahrt uns Gott selber durch seinen Geist, den Christus uns gegeben hat. So schreibt Paulus im Brief an die Epheser:

Durch Christus habt ihr das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt. Eph 1,13

Das christliche Leben, das wir mit der Taufe übernommen haben, wird also durch die Firmung noch einmal besiegelt und beglaubigt. Gott nimmt seine Zusage nicht zurück. So sagt man auch, die Firmung prägt uns ein »unauslöschliches Merkmal« ein. Deshalb kann die Firmung - wie auch die Taufe - nur einmal im Leben empfangen werden.