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Ökumene - ein Herzensanliegen

Mittwoch, 1. Jänner 2014

Wer könnte besser Bescheid wissen über die Praxis der Ökumene und ihre Bedeutung als ein gemischt konfessionelles Ehepaar? Gundi und Manfred Dunkl teilen mit uns ihre Glaubenserfahrungen im Spannungsfeld alter Vorurteile und neuer Möglichkeiten.

Gunde und Manfred DunklDass sich die beiden im Rahmen ökumenischer Veranstaltungen kennenlernten, war schon mehr als ein Zufall. In der Familiengeschichte Gundis und Manfreds findet sich eine Reihe von Ehepaaren, denen trotz der enormen Vorbehalte und Hürden früherer Zeiten eine glückliche Verbindung von katholischem und evangelischem Christsein gelang. Das Zweite Vatikanische Konzil brachte riesige Fortschritte in der Beziehung der katholischen Kirche zu Menschen anderer Religionen und Konfessionen. Gegenseitige Achtung, Begegnung auf Augenhöhe und Betonung der gemeinsamen Würde waren willkommene Botschaften an alle Menschen guten Willens.

Gundi und Manfred, ihr evangelischer Bräutigam, heirateten vor mehr als 20 Jahren in einem katholischen Gotteshaus. Ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer gestalteten die Trauung gemeinsam. Negative Kommentare gab es von keiner Seite. Die Frage der Taufe und der religiösen Erziehung der Kinder wurde sensibel gehandhabt. Trotzdem war dann beim ersten „Ernstfall“ eine wichtige Entscheidung zu treffen. Gundi überließ sie bewusst ihrem Gatten. Dieser suchte bei einem katholischen wie bei einem evangelischen Geistlichen pastoralen Rat. Die Antworten waren für Manfred befreiend: Entscheidend werde für die Kinder der gelebte Glaube der Eltern sein, nicht die Konfession. Die vier Taufen, die in den nächsten Jahren folgten, fanden in katholischen Kirchen statt, zwei davon in der Pfarre Aspern, und waren im Geist der Ökumene gestaltet.

Familie Dunkl besucht sonntägliche Gottesdienste abwechselnd in St. Katharina und in einer evangelischen Gemeinde in Favoriten, wo Manfred Lektor ist, ein Amt, das dem des Diakons in der katholischen Kirche vergleichbar ist. In beiden Gemeinschaften sind Gundi und Manfred voll integriert. Zum Tisch des Herrn gehen sie konfessionell getrennt, eine Praxis, mit der sie sich uneingeschränkt wohlfühlen. Das Ehepaar Dunkl ist weiterhin in verschiedenen ökumenischen Organisationen aktiv. Im Gespräch fällt wiederholt die Aussage, ihr Glaube sei christuszentriert. Damit ist klar, wo für beide Sinn und Kraft ihren Ursprung haben.

Manfred Dunkl fordert vehement von uns Christen eine Bekenntniskirche, die allen Menschen einen Weg zum Heil weist. Vor allem der Jugend fehlt seiner Erfahrung nach völlig das Verständnis für starre Positionen und Ausgrenzung. Familie Dunkl lebt es vor: Akzeptanz von Vielfalt mit Blick auf zentrale Glaubensinhalte, Einheit im Wesentlichen. Das ist vielen Christen und Christinnen ein Herzensanliegen.

Brigitta Mychalewicz

In der Pfarre Aspern, im Dekanat Donaustadt und in der gesamten Erzdiözese Wien gibt es regelmäßig ökumenische Veranstaltungen und Gottesdienste. Am 22. Jänner 2014 mfindet in St. Georg- Kagran ein ökumenischer Gottesdienst anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen statt.


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