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Weltgebetstag der Frauen

Freitag, 7. März 2014 , 19:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Weltgebetstag der FrauenÖkumenischer Gottesdienst in der Koptisch-orthodoxen Kathedrale

1220, Quadenstraße 4-6

Ägyptische Frauen

Was bedeutet für Sie Ägypten? Pharaonen und Pyramiden? Eine romantische Nilkreuzfahrt? Meldungen von Demonstrationen und enttäuschten Hoffnungen? Zum Land am Nil gehören jedenfalls auch die Kopten, Träger einer alten christlichen Kultur, die fast zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung ausmachen, und mit ihnen die vielen christlichen Frauen, die seit Jahrzehnten am Weltgebetstag teilnehmen. Diese größte ökumenische Bewegung der Welt wird von der – weiblichen – Basis verschiedener Kirchen getragen.

Heuer stand eben Ägypten im Zentrum des Weltgebetstages, und die Christinnen der Donaustadt durften die warmherzige Gastfreundschaft der koptischen Frauen genießen. Die koptischorthodoxe Kathedrale in der Quadenstraße, ein  sehenswertes neues Gotteshaus, bot einen feierlichen Rahmen für den Gottesdienst, der gut besucht war – von zahlreichen Frauen, darunter vielen Aspernerinnen und einigen Männern, die sich im Gebet solidarisch zeigten.

Das Motto „Ströme in der Wüste“ wurde durch ein einprägsames Bild einer ägyptischen Künstlerin veranschaulicht, das Nildelta in eine farbenfrohe Lotusblüte verwandelt. Als Begleitung durch die Fastenzeit bleibt es im Gedächtnis, das unfruchtbare, öde Land erinnert an die Durststrecken in unserem Leben und die Kraft des lebensspendenden Wassers an die Einladung Gottes, uns durch den Glauben zu berühren, zu laben und zu stärken.

Eine junge Ägypterin stellte zu Beginn ihre Heimat vor, in ihrem Vortrag spürte man Stolz, aber auch Kritik an Missständen war zu hören. Die anschließenden Gebete, Gesänge, Lesungen und die Predigt gestalteten ausschließlich Frauen. Viele Gruppen aus dem 22. Bezirk konnten sich einbringen. Ein erfrischender Anblick war auch der Chor der koptischen Kinder und Jugendlichen mit ihren einzigartigen Liedern.Wie jedes Jahr wurden Spenden für sorgfältig ausgewählte Projekte erbeten, unter anderen für eines, das ägyptischen Mädchen aus sozial schwachen christlichen und muslimischen Familien den Besuch einer Schule bis zur Matura ermöglicht.

Die schwesterliche Verbundenheit im gemeinsamen Glauben, im Gebet und in der Hilfe für Mitmenschen kommt im Weltgebetstag der Frauen deutlich zum Ausdruck. Vielleicht sind Sie ja nächstes Jahr auch dabei, wenn die Reise auf die Bahamas führt, wo es ebenfalls mehr Schätze gibt, als man im Reiseprospekt finden kann.

Brigitta Mychalewicz


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