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Wiener Stadtrat für „Ort des Glaubens“ in Seestadt Aspern

Donnerstag, 17. Juli 2014

Michael Ludwig lobt Verhältnis zwischen Sozialdemokratie und katholischer Kirche - „Das Vater Unser ist ein Gebet, das mich prägt.“

Wien, 17.07.14 (KAP) Der Wiener Stadtrat Michael Ludwig (SPÖ) unterstützt die Idee eines ökumenischen und interreligiösen Zentrums in der Seestadt Aspern und sieht viele Berührungspunkte zwischen katholischer Kirche und Sozialdemokratie. Das sagte der Wohnbaustadtrat der Bundeshauptstadt im Sommergespräch mit "Radio Stephansdom", das in einer Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" abgedruckt war. Darin deklarierte sich Ludwig auch als Politiker, der sich auch gerne einmal zwischen Sitzungen in den nahegelegenen Stephansdom zurückzieht, um zu beten. Als sehr „innovativen Zugang“ bezeichnet Ludwig den Vorschlag, unterschiedliche Religionsgemeinschaften bei den Plänen eines geistlichen Begegnungszentrums mit einzubeziehen: „Ich halte das für eine sehr gute Idee und bin mir sicher, dass aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, es notwendig und richtig sein wird, auch dort einen Ort des Glaubens zu errichten“, so der Wohnbaustadtrat mit Blick auf die Seestadt Aspern. Dieser in Bau befindliche Stadtteil im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas in dem künftig über 20 000 Menschen wohnen und arbeiten sollen.

Positiv bewertet Ludwig das Verhältnis zwischen der Sozialdemokratie und der katholischen Kirche: „Berührungsängste sind Gott sei Dank vorbei.“ Ganz im Gegenteil gebe es viele inhaltliche Berührungs- punkte. „Gerade im Wohnbauressort arbeiten wir eng zusammen mit der Caritas Wien“, wo man in vielen sozialen Angelegenheiten Hand in Hand gehe.

Zum Beten, den aktuellen Jahresthema der Erzdiözese Wien, fand der Politiker sehr offene Wor- te: Kirchen seien wichtige Rückzugsgebiete in einer Welt in der vieles lauter und greller wird, so der Wohnbauverantwortliche der mittlerweile zweit- größten Metropole im deutschsprachigen Raum. In Kirchen könne man sich beim Gebet besinnen und auch Kraft schöpfen für kommende Herausforderungen. Als Lieblings-Gebet, das ihn sehr geprägt habe, nannte Ludwig das „Vater Unser“: „Es ist nicht nur verbindend für die Menschen in einer Heiligen Messe, sondern auch wenn man sich besinnt, zurückzieht und es einem Kraft gibt.“

Michael Ludwig (53) ist seit Jänner 2007 amtsführender Wiener Stadtrat für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung und somit u.a. für rund 220 000 Gemeindewohnungen zuständig.

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