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Die schwarzen Hessen

Dienstag, 1. Mai 2018

das k.u.k. Infanterieregiment Nr. 14

Im ehemaligen Friedhof, an der nördlichen Außenwand der Kirche, befindet sich die „Schwarze Hessen Tafel“. Sie wurde anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums des Hesser Infanterieregimentes Nr. 14 und zum Gedenken an seine hier in der Schlacht gefallenen Kameraden enthüllt.

Geweiht wurde die Tafel am 22. Mai 1936 von Divisionspfarrer Seelos im Beisein von Bundeskanzler Schuschnigg und Generaloberst Dankl.

Der polnische Erbfolgekrieg von 1733 und der Tod von König August II. machten es notwendig, die österreichische Armee mit neuen Truppen zu verstärken. Kaiser Karl VI. erließ an Prinz Eugen von Savoyen – dieser war damals Präsident des Hofkriegsrates – einen Bestallungsbrief für Truppenaushebungen an den Obristen Nikolaus Leopold Rheingraf von Salm. Die Order lautete ein 2.300 Mann starkes Regiment aufzustellen. Somit war er der erste Oberstinhaber (später dann Feldmarschall Nikolaus Fürst zu Salm-Salm). 1748 trug das Regiment blaue Aufschläge auf ihren Uniformen, später schwarze Aufschläge – was ihm den Namen SCHWARZE HESSEN eintrug.

Gemäß dem Armeerang seines Inhabers, erhielt 1769 das Regiment Salm die Nr. 14, die schwarze Farbe behielt es bei. Ein besonderes ereignisreiches Jahr war 1809. Gefechte bei Pfaffenhofen, Treffen bei Landshut, Schlacht und Erstürmung von Neumarkt, Rückzugsgefechte von Braunau über Altheim-Riedau, Neumarkt und Ebelsberg. Schlacht bei Aspern-Eßling, Wagram und Znaim.

In der Schlacht am 21. und 22. Mai 1809 waren die Schwarzen Hessen im Infanterieregiment Freiherr von Klebek Nr. 14 im Einsatz. Sie waren heldenmutig nicht nur bei der Erstürmung des Friedhofes und der Kirche, sondern auch bei der Eroberung des strategisch wichtigen „hölzernen Hauses“, das sie dann auch gegen die Übermacht der Franzosen halten konnten. Der Gemeindeaustadel, damals außerhalb des Ortes gelegen, heute etwa Biberhaufenweg 3, wurde im Volksmund hölzerne Haus genannt.

1811 wurde Oberst Erzherzog Rudolf Regimentsinhaber und somit erfolgte die Titelführung „k.u.k. Hausregiment“.

Dies sind nur einige Daten ab der Gründung bis 1811. Die Auflistung aller Aktivitäten, Kämpfe und Schlachten, die sich bis in den 1. Weltkrieg hinzogen, würde den Rahmen dieser Artikelserie sprengen.

Johannes Holba - Autor

Johannes Holba - Foto

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