Ein neues Mess-Lektionar

Freitag, 30. November 2018

Mit dem Ersten Adventssonntag 2018 wird im deutschen Sprachgebiet ein neues Mess-Lektionar eingeführt. Ab diesem Advent wird auch in  Aspern die biblische Botschaft in den Gottesdiensten der Sonn- und Festtage aus der Neuausgabe des Lektionar III/C verkündet. Es enthält die  Abschnitte – zusammengestellt zum Verlesen im Gottesdienst – die sich im kommenden Kirchenjahr besonders am Evangelium nach Lukas  ausrichten. Nicht die Auswahl der Bibeltexte ist neu, sondern deren Übersetzung. Schon im Jahr 2003 wurde von den Bischöfen des deutschen Sprachgebiets beschlossen, die für Verkündigung und Liturgie im Jahr 1979 erschienene Einheitsübersetzung der Bibel zu bearbeiten und auf  den aktuellen Stand der Bibelwissenschaft zu bringen – eine Übersetzung ganz nah am Grundtext.

Dabei sollten unter anderem zeitbedingte Formulierungen und Ausdrucksweisen in unsere Sprache überführt werden. Im neuen Lektionar werden daher  ungewohnte Formulierungen der revidierten Einheitsübersetzung von 2016 aufmerken lassen und dazu einladen, das „Wort des lebendigen  Gottes“ neu zu hören.

Die bisherige Leseordnung – die für die röm.-kath. Kirche weltweit geltende Auswahl der Schrifttexte – bleibt unverändert. Die neuen  Lektionare mit der revidierten Übersetzung des Bibeltextes erscheinen nach und nach – zunächst für die Sonntage und Festtage der drei Lesejahre, dann für Werktage und für besondere Anlässe. Papst Paul VI. hatte am 3. April 1969 die Leseordnung für die Messfeier nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil eingeführt. Für die Bistümer des deutschen Sprachgebiets erschienen – nach mehreren Erprobungsphasen – 1983 die Mess-Lektionare.

Nach 35 Jahren gibt es nun die Neuausgabe der Mess-Lektionare, die auch äußerlich neu gestaltet wurden: Die hochwertige Einbandgestaltung weist auf den Stellenwert der Bibel in der Feier der Liturgie und im Leben der Gemeinden hin. Die Zeichnung der offenen Parabel am Buchdeckel soll verdeutlichen, dass jeder einzelne Band des Mess-Lektionars die gesamte Bibel mit einschließt.

Österr. Liturgisches Institut

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