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Gemeindebauten in Aspern

Februar 2019

Als das Bauerndorf Aspern um 1900 durch Zuzug von Arbeitskräften zu wachsen begann, entstand westlich der neue Ortsteil „Neu-Aspern“. Die Kirche, die bisher außerhalb des Ortes stand, „rückte“ so in den Mittelpunkt des Dorfes. Kleine Wohnhäuser und auch zweistöckige „Zinshäuser“ entstanden in dieser Zeit. Der 1. Weltkrieg unterbrach dann diesen Bauboom, der dann ab Mitte der 1920er Jahre seine Fortsetzung fand.

Erst 1932 bekam Aspern seinen ersten Gemeindebau in der Langobardenstraße mit 24 Wohnungen und einen in diesen Bau integrierten Kindergarten. Damals war nicht nur der neue Wohnkomfort, sondern der Bau selbst mit seinen Balkonen und dem Fassadenschmuck (2 Putten mit Früchten) eine Novität.

Nach dem 2. Weltkrieg wollte kaum jemand nach „Transdanubien“ und noch dazu in die sowjetische Besatzungszone ziehen. Erst als sich langsam das Leben wieder normalisierte, nahm auch die Bautätigkeit zu. 1953/54 errichtete die Gemeinde Wien in „Neu-Aspern“ eine Wohnhausanlage mit rund 78 Wohnungen in vier Blöcken.Ein Wohnblock liegt an der Oberdorfstraße (Ernst von Oberdorf, Oberst in der Schlacht 1809). Der zweite Wohnblock liegt, getrennt durch eine Grünanlage parallel dahinter. Der dritte ist in der Feitsingergasse (Leopold Feitsinger – 1763-1849, Ortsrichter von Aspern) und musste geteilt werden, da das mittig liegende Grundstück mit Einfamilienhaus von der Gemeinde nicht erworben werden konnte. Ein großes Wandbild mit dem Motiv „Pferde an der Tränke“ an der Stirnseite des ersten Blocks wurde der  Fassadenwärmedämmung geopfert.

Auf dem Areal eines ehemaligen Klosters wurde 1957 eine Wohnhausanlage mit vier Blöcken zu je zwei Stiegen errichtet. Das Grundstück  reicht von der Wimpffengasse (Oberst Freiherr von Wimpffen, Feldmarschall in der Schlacht 1809) bis zur Haberlandtgasse (Dr. Michael Haberlandt – Ethnologe und Gründer des Völkerkundemuseums). Zur Auflockerung der schmucklosen Fassade an der Wimpffengasse wurde zwischen dem Eingangstor und dem darüber liegenden Fenster ein buntes Mosaik installiert. Im Zuge der Fassadenwärmedämmung hat man es abgenommen und im Flur des ersten Wohnblockes wieder angebracht.

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