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Campus der Religionen

Dienstag, 25. August 2020 – 11:00 bis 19:00 Uhr

Präsentation der Wettbewerbsprojekte

Die Ausstellung in  ist vom 25. bis 28. August und am 31. August geöffnet.

Mehr Informationen auf der Website des Campus der Religionen.

Seit vier Jahren wehen bei der U2-Endstation Seestadt zehn Fahnen mit den Symbolen der einzelnen Glaubensgemeinschaften im Wind und markieren den Ort, wo in den  kommenden Jahren die Gotteshäuser und eine kirchlich- pädagogische Hochschule errichtet werden sollen.

Dieser sogenannte Campus der Religionen soll ein deutliches Zeichen gegen religiöse Konflikte in unserer Zeit sein. Offizielle Projektteilnehmer sind:

  • die römisch-katholische Kirche
  • die evangelische Kirche
  • die griechisch-orientalische Kirche
  • die Israelitische Kultusgemeinde
  • die Islamische Glaubensgemeinschaft
  • die Buddhistische Religionsgemeinschaft
  • die Neuapostolische Kirche
  • die Sikh-Religionsgemeinschaft

Die Architektur der Häuser der Religionsgemeinschaften soll ein Kontrast zu der dichten Bebauung der umliegenden Grundstücke sein, so umschreibt Architekt DI Harald  Gnilsen, der Baudirektor der Erzdiözese Wien das spannende Zukunftsprojekt. Architekt Gnilsen ist der Initiator dieses Campus und plant, „dass diese Religionshäuser um einen gemeinsamen Platz gruppiert werden und mit allen gleichrangig in Beziehung stehen.“

Im Juni 2019 wurde von den einzelnen teilnehmenden Religionsgemeinschaften ein Verein gegründet, der nun mit den zuständigen Magistratsbehörden die notwendigen
Verhandlungen führen und hoffentlich auch bald die gemeinsame Idee zur Verwirklichung bringen kann.

Jedes Objekt – so Harald Gnilsen – hat eine spezifische Ausstrahlung, Spezifika, die eine Identifikation eindeutig für die jeweilige Religionsgemeinschaft ermöglichen. Die Identität der jeweiligen Religionsgemeinschaft muss klar zum Ausdruck kommen. Daher wird man sich nicht einem „Überdesign“ unterordnen. Dennoch sind verbindende Elemente – z.B. Dach, Fassade – als Zeichen der Verbundenheit geplant.

Der Ökologiegedanke, die Ressourcenschonung, natürliche, nachwachsende Baumaterialien, Rückgabe der versiegelten Flächen, einfache Technologien, Wartungsarmut, erneuerbare Energiequellen u.v.a.m. sind ebenfalls verbindende Gedanken und Elemente der Religionsgemeinschaften.

Für die katholische Kirche in der Seestadt wird auf dem Campus ein ca. 350-400 m² großer Kirchenraum geplant, mit Sakristei, Kanzlei und Gruppenräumen. Für alle  Religionsgemeinschaften soll es einen gemeinsamen Veranstaltungsraum samt entsprechenden Nebenräumen geben, der von allen genützt werden kann.

Ein besonderes Ziel des gesamten Campusprojektes ist, Begegnungen und Gemeinsamkeiten mit den anderen Religionsgemeinschaften zu ermöglichen.

Zurzeit beschäftigt sich der neu gegründete Verein intensiv mit der Planung des Campus, wichtige Entscheidung sollen noch im Herbst fallen, damit möglichst bald – vielleicht
nächstes Jahr – mit der baulichen Umsetzung begonnen werden kann.

Georg Stockert

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