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Scheinwerfersonntag

Dieser Name hat mit der Lichtquelle, dem Scheinwerfer, absolut nichts zu tun. Exakt müsste es heißen „Geldscheinewerfersonntag“. So ähnlich ist auch der Begriff „Silberner Sonntag“ zu deuten, auch er hat mit dem namensgleichen 3. Sonntag im Advent (Gaudete) nichts gemeinsam. Mit diesen Slogans woll- te man auf lustige und originelle Art die Kirchenbesucher dazu animieren, einmal im Monat statt Kleingeld, Geldscheine (bzw. Silbermünzen) in das Opferkörbchen zu werfen. Dieser, vom damaligen Pfarrgemeinderat gefasste Beschluss wurde auch einige Jahre lang praktiziert. Die Mehreinnahmen kamen speziellen, meist caritativen Projekten zugute. Im Pfarrblatt konnte man dann nachlesen, wo und wie die ins Körberl geworfenen Scheine (bzw. Silbermünzen) eingesetzt wurden.

1 Schilling ScheinDie Schillingwährung bestand damals bis zum 10-Schilling Wert aus Münzen (später bis 20er), die Werte darüber waren Papiergeld. Die Silbermünzen gab es zu 25, 50, 100 und 500 Schilling.

Die Geburtsstunde des Schillings in der 2. Republik war im Mai 1945. Vorerst nur an Militärpersonen ausgegeben kursierte er in allen vier Besatzungszonen. Die amerikanische Staatsdruckerei „Bureau of Engraving and Printing“ und die U.S. Druckerei „Forbes“ stellten die Schilling Banknoten schon längere 1 Schilling ScheinZeit vor Kriegsende her. Auch Großbritannien war mit einem kleineren Kontingent dieser provisorischen Währung beteiligt und druckte auf Papier mit Wellenlinien Wasserzeichen, die amerikanischen Geldscheine hatten das Bogenwasserzeichen „Military Authority“. Schon bei der ersten Währungsreform am 21. Dezember 1945 wurden die großen Noten (10, 20, 25, 50, und 100 Schilling) ungültig. Die kleinen „Alliierten Militärbehörde“-Banknoten (50 Groschen, 1, 2 und 5 Schilling) sowie die Reichsbanknoten bis 5 Reichsmark waren bis zur zweiten Währungsreform am 9. Dezember 1947 gültig.

Johannes Holba

Johannes Holba