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Bauernstand

Aspern war ursprünglich ein typisches Platzangerdorf. Der Anger (heute etwa Siegesplatz) mit dem Dorfteich und dem Feuerrequisitenhaus war allgemeiner Weideplatz und wurde vom "Halter" beaufsichtigt.

Vier Häuserfronten, in Blöcken zusammengefasst, umgaben den Anger: die Donauzeile (= Zachgasse), die Bodenzeile (= Lobaugasse), die Feldzeile (= Wimpffengasse) und die Auzeile (ab Jägerhaus). Die Häuser waren aus ungebrannten Kotziegeln, gedeckt mit Schindeln und Stroh. Die Vorderfront war das Wohnhaus und L-förmig nach hinten reihten sich Stallungen und Schuppen. Am Grundstücksende stand der Stadel.

Die Bewohner waren großteils Bauern. Es gab Ganzlehner (19 Joch), Halblehner (9 ½ Joch) und Achtellehner (3 Joch). Laut Passauer Zehentverzeichnis gab es über 50 Lehen, von denen der Zehent abzugeben war. Es wurde auch Fischfang, Holzhandel und Mühlenwirtschaft betrieben. Die Schiffsmühlen hatten nicht nur das Korn der Asperner Bauern zu mahlen, ihre Auftraggeber kamen fast vom ganzen Marchfeld. Diesem Handel verdankte Aspern seinen relativen Wohlstand.

Im Laufe der Zeit siedelten sich Handwerker und Geschäftsleute an und zwischen den Feldern am Ortsrand entstanden Gärtnereien. Das Zeitalter der Industrialisierung bescherte Aspern einen großen Zustrom an Siedlern. Der Bauernstand wurde langsam verdrängt. Gab es um 1900 ca. 45 Landwirte, um 1930 etwa nur mehr 30, so ist im Jahr 2000 die Zahl, der von den Landwirtschaft lebenden Bauern, auf 3 Betriebe geschrumpft.

Bauernhof Wimpffengasse 1 anno 1930

Das Foto zeigt einen Blick in den Bauernhof Wimpffengasse 1 anno 1930. Es ist Erntezeit, die Pferdegespanne "Norbert und Hans" bringen das Lokomobil - "Fani und Schak'l" geführt vom Kutscher Hr. Angelmeier, die Dreschmaschine. Der Bauer, Hr. Anton Reiter, überwacht die Aufstellung der Maschinen.

Johannes Holba

Johannes Holba