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Fronleichnam einst …

"Himmel" und "Gärtnerhimmel" zu Fronleichnam

Die Zeiten haben sich geändert, die damals sehr jungen Sänger und Sängerinnen des Kirchenchors zogen beim Fronleichnamsumzug 1960 auf dem Prozessionsweg durch die Wimpffengasse (von hinten nach vorne: zwei Gastmusiker - Name unbekannt - Adolf Oberleuthner und Hans Kögler - Alfred Gruber und Johann Holba sen. - Franz Willmann und Walter Nawratil - Prof. Hermine Bily und Karin Oberleuthner (Ruppi) - Maria Willmann (Sax) und Karin Kutschker (Bauer) - Maria Duch und- Erna Bloms - Katharina Zügler und Stefanie Stengel - Lotte Bloms (Hochrieder) und Rosi Pichelbauer (Kovac))

Auf Grund von Visionen der Augustinerin Juliana von Lüttich wurde 1264 das Fronleichnamsfest eingeführt. Wort wörtlich übersetzt heißt Fronleichnam "des Herrn Leichnam" bzw. "der Leib des Herrn". Gefeiert wird es am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest. Es soll erinnern an die Einsetzung des Altarsakramentes, der Eucharistie.

Das Allerheiligste wird feierlich ausgesetzt und in der Monstranz umhergetragen. Im Laufe der Jahre wurde das Fest mit viel weltlichem Beiwerk "verschönert". In Aspern ging man nach der hl. Messe durch den Ort und machte Station bei 4 Altären (sinnbildlich für die 4 Evangelisten): 1. Wimpffengasse beim Florian, 2. Lobaugasse Haus Nr 7, 3. Zachgasse Haus Nr. 8 und 4. Feldaltar hinter dem Löwen. Den Abschluss bildete der feierliche Segen in der Kirche.

Als Besonderheit gab es bei uns außer dem Himmel, unter dem die Monstranz getragen wurde, noch einen "Gärtnerhimmel". Unter diesem Baldachin, getragen von vier Gärtnersburschen, ging eine Gärtnerstochter und trug auf einem kleinen Polster die Kirchenschlüssel. Weiß gekleidete Mädchen trugen kleine Pölster mit vier Bändern, deren Enden wieder von Mädchen gehalten wurden. Das Tragen der Gestelle mit den Statuen war natürlich Bubensache. Als Dankeschön bekamen die Kinder im Gasthaus Resnicek (heute: Volkshaus) Kracherl und Würstel, gespendet von den Gärtnern.

Die "Stadlauer Eisenbahner Blaskapelle" spielte bei den Altären und während des Umganges. Der Weg, den die Prozession nahm, war gesäumt mit grünen Ästen und Strauchwerk aus der Lobau. Ab 1972 gab es nur mehr zwei Altäre. In der Zachgasse war Beginn der hl. Messe mit Schuldbekenntnis und Tagesgebet, während der Prozession: Kyrie, Litanei und Fürbitten.

Beim Altar in der Wimpffengasse wurden der Wortgottesdienst und die Eucharistie mit Kommunion und Danksagung gefeiert. Zum Abschluss gab es einen hl. Segen in der Kirche.

Seit 1994 - mit dem Amtsantritt von Pfarrer Stockert - gibt es bei der Fronleichnamsprozession wieder vier Altäre. Um die Menschen im "Langobardenviertel" mit einzubeziehen wechselt der Weg des Umganges jährlich. Einmal zieht die Prozession zur Seelsorgestation St. Katharina und im folgenden Jahr durch den alten Ortskern Aspern.

Johannes Holba