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Wer war Hoechle …

… und was hat er mit Aspern zu tun, dass man die Gasse zwischen Heustadelgasse und Lobaugasse nach ihm benennt? Johann Nepomuk Hoechle - 1790 bis 1835 - war Maler, Illustrator und Topograph. Heute könnte man noch sagen: Reporter und Kriegsberichterstatter. In den Pfingsttagen 1809 saß er auf der Anhöhe von Heiligenstadt vor seiner Staffelei, blickte durch ein "Sehrohr" (Fernrohr) und skizzierte die Truppenbewegungen zwischen dem Marchfeld und der Lobau. Eine französische Patrouille entdeckte ihn - er wurde umringt - man bezichtigte ihn der Spionage - verhängte sofort das Standrecht und wollte ihn an Ort und Stelle erschießen. Man gab ihm noch ein Tuch, um sich die Augen verbinden zu können. Diese Zeitspanne nützte Hoechle - er konnte perfekt französisch -, um dem kommandierenden Offizier klar zu machen, dass er jetzt nicht einen Spion erschieße, sondern einen jungen Künstler ermorde. Er wolle doch nur sein Talent dazu benützen, um diese Schlachtgeschehnisse für die Nachwelt zu dokumentieren. Er vertraute auf die bekannte Loyalität der Franzosen und verlangte vor den Stadtkommandanten Hutin gebracht zu werden.

Dieser könne ihn dann verurteilen, oder aber bestätigen, dass er der Sohn des Hofmalers seiner Majestät des Kaisers ist und nicht als Spion sondern als harmloser Kunstmaler tätig war. Der Offizier gab dieser Bitte statt und brachte ihn zum Stadtkommandant. Seine Aussagen wurden bestätigt und nach einer Verwarnung wurde er entlassen. Die Aufzeichnungen, die man vergaß ihm abzunehmen, befinden sich heute im Heeresgeschichtlichen Museum.

Bild: "Kavallerieangriff bei Aspern am 22. Mai 1809"
Repro - angefertigt vom Heeresgeschichtlichen Museum Wien für die Asperner Pfarrnachrichten

Johannes Holba