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Kino Aspern

Lichtspiele Aspern - WimpffengasseDas Wort "Foto" kommt aus dem Griechischen und bedeutet - Licht - und Photographie - soviel wie Lichtschreibung bzw. Lichtbild. J.N. Niepce brachte 1822 den "Stein ins Rollen" als er das erste Fotographische Bild (Asphaltschicht auf Glasplatte) zustande brachte. Man begann zu forschen und experimentieren. Doch erst um 1900 durch die Erfindung des Celluloidfilms als flexiblen Schichtträger konnte man durch den Ablauf vieler Einzelbilder eine bewegte Handlung darstellen.

Die Filme waren damals schwarz/weiß und ohne Ton. Bei der Vorführung dieser Stummfilme saß ein Pianist um Kinosaal und spielte passend zur Handlung seine Melodien. Den Durchbruch brachte dann der Tonfilm. Ein Kinobesuch war in dieser Zeit eines der wenigen und auch halbwegs erschwinglichen Vergnügen des Kleinen Mannes. Der Asperner Landwirt Georg Schramm entschloss sich diesem Trend zu folgen. Er verkaufte 1935 seine Felder (auf diesen Gründen wurde die alte Stadtrandsiedlung gebaut) und finanzierte damit den Bau seines Kinos in der Wimpffengasse. Das "Ton-Kino-Aspern" mit 370 Sitzplätzen wurde am 4. Jänner 1936 mit dem Film "Ein Idealer Gatte" eröffnet. Das Kinovergnügen wurde aber bald getrübt. Nach dem "Anschluss" musste man auch Filme spielen die zur politischen Lage passten und während des Krieges Propaganda- u. Kriegsberichtsfilme. 1945 durchschlug eine russische Granate eine Seitenwand des Saales. Doch unsere Besatzer waren an einer raschen Wiederherstellung interessiert (sie wollten ja auch ins Kino gehen) und so gab es im Herbst 1945 die erste Vorstellung. Es gab auch kein Brennmaterial - doch man wusste sich zu helfen. Ausgerüstet mit Wärmeflaschen und Decken saßen die Leute im kalten Kinosaal. Bei russischen Filmen, die auch gespielt werden mussten, kamen oft nut 10 Besucher. In den folgenden Jahren war das Kino gut ausgelastet, man musste sich (speziell an Sonntagen) anstellen, um noch Karten zu bekommen. Mit dem Beginn des Fernsehens schwand auch das Interesse am Kino.

Im Juni 1964 schlossen die Lichtspiele Aspern ihre Pforten.

Externer Link: Kinogeschichte

Johannes Holba