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Wappen von Aspern

Wappen waren seit ihrer Entstehung im Mittelalter für den Einzelnen und für menschliche Gemeinschaften von großer Bedeutung, da sie grundsätzlich zu den wichtigsten Trägern der Identität gehörten. Was ursprünglich als militärisches Erkennungszeichen im Getümmel der Ritterschlacht entstanden war, ging bald auch auf zivile Verwendung über. Wappen wurden in einer Zeit weitgehenden Analphabetentums zu Symbolen der Persönlichkeit, des Eigentums, des Rechtslebens, besonders aber auch von menschlichen Gemeinschaften, wie Familien, Dörfern, Städten und Ländern. Heute vergleichbar vielleicht mit der "corporate identity".

Siegel von Aspern an der Donau

Siegelumschrift:
SIGILLUM GROS
ASPERN A. D. DONAU

Das Asperner Wappen

Stadlau Aspern Süßenbrunn Breitenlee Kagran Essling Hirschstetten Kaisermühlen

Zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war es nur Städten und Märkten erlaubt, ein Wappen zu führen - unser Aspern besaß aber nicht diesen Rechtsstatus. Als Aspern 1904 zusammen mit anderen Ortsgemeinden als 21. Bezirk der Stadt Wien eingemeindet wurde, führte es lediglich ein Siegel (Abb. oben links: ). Im Zuge dieser Stadterweiterung waren Wappen für die einzelnen Bezirke entworfen worden auf der Grundlage der Siegel, da die ehemaligen Vorstädte und Vororte nie wirkliche Wappen besessen hatten. So wurde auch das Asperner Wappen aus dem ehemals verwendeten Siegel geschaffen (Abb. oben rechts).

früheres Floridsdorfer Wappen

Donaustädter Wappen

Der Name von Aspern gehört zu den sogenannten "sprechenden" Ortsnamen. Das sind Ortsnamen, die ihre Entstehung topographischen Besonderheiten verdanken. Topographische Besonderheiten können verschiedener Art sein, eine Brücke über einen Fluss, eine passierbare Stelle durch einen Fluss oder eine Wasserquelle, wie beispielsweise die zahlreichen Ortsnamen auf -bruck, -furt oder ‑brunn zeigen. Auf Wiener Boden existieren zwei Orte, die ihren Namen auf Baumbezeichnungen zurückführen: Aspern von der Espe (Zitterpappel) und im Süden Wiens Erla von der Erle.

Michael Göbl

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