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Graf Zeppelin in Aspern

Vor 70 Jahren landete Graf Zeppelin in Aspern

Am 9. Juni 1913 landete das Luftschiff "Sachsen" gelenkt von Luftschiffführer Dr. Eckener, am Asperner Flugfeld. Mit an Bord war auch Graf Ferdinand von Zeppelin. Dieser Würtenbergische Reitergeneral (1838 - 1917) war der geistige Vater und Konstrukteur der Luftschiffe. Nach ihm wurden alle Luftschiffe nur kurz Zeppelin genannt.

Mit einer, für die damalige Zeit unglaublichen Geschwindigkeit von 90 km/h kam das Luftschiff von Deutschland nach Wien. Es umfuhr in einer Schleife das Schloß Schönbrunn, um den Kaiser zu grüßen, dann ging die Fahrt weiter nach Aspern. Was in Wien Rang und Namen hatte, war auf dem Flugfeld, um so einen Zeppelin zu sehen. Wegen eines aufsteigenden Gewitters dauerte der Aufenthalt nur einige Stunden.

Erst 18 Jahre später am 12. Juli 1931 landete wieder ein Luftschiff mit Namen "Graf-Zeppelin" in Aspern. Von Friedrichshafen kommend - mit 23 Passagieren an Bord - erschien es um 5. 30 Uhr über Wien und zog eine große Schleife bis Pressburg und kreiste dann über dem Flugplatz, bis es Landeerlaubnis bekam. Bundespräsident Miklas, Kanzler Buresch, viele Regierungsmitglieder und Persönlichkeiten aus Handel und Industrie sowie ca 120.000! Schaulustige "überschwemmten" damals Aspern. Dieses Ereignis wurde auch im Radio übertragen.

Nach dem Unglück im Jahr 1937 in Lakehurst New Jersey (USA), bei dem das Luftschiff "Hindenburg" in Flammen aufging, wurde es still um diese "Riesenzigarren". Heute gibt es sie wieder, allerdings nur für spezielle Transporte und mit dem nicht brennbaren Auftriebsgas Helium gefüllt. In kleinerer Ausführung werden sie als Werbeträger eingesetzt. Ein solcher "Minizeppelin" war im August 1974 für einige Tage am Gelände des Flugfeldes Aspern stationiert (siehe Bild). Tagsüber zog er seine vielbestaunten Runden über Wien.

Johannes Holba

Johannes Holba