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Ab 24. Juli 2020 werden alle Besucherinnen und Besucher der hl. Messen gebeten, wieder Mund-Nasenschutz anzulegen und zwar beim Betreten und Verlassen der Kirche. mehr …

„MEIN“ und „DEIN“

Es gibt Menschen, die den Begriff dieser beiden Worte nicht ganz ernst nehmen. Unbeobachtet – ein schneller Griff – und schon wird aus dem „DEIN” ein ”MEIN“. Die Palette dieser Delikte reicht von Diebstahl, Einbruch und Raub bis hin zum Vandalismus.

Von solchen „Heimsuchungen“ ist auch die Asperner Kirche nicht gefeit. Z.B.: Im Frühjahr dieses Jahres wurde über Nacht ein kupfernes Fallrohr der Kirchendachrinne abmontiert und weggebracht, oder eines Tages fehlten einige Kerzenleuchter vom Altar. Auch das Jesuskind in der Krippe blieb nicht verschont, samt seinen Eltern wurde es „entführt“ (und die Hirten sagten, sie hätten nichts gesehen).

Das gleiche Schicksal ereilte auch den Auferstandenen vor zwei Jahren. Diese 55 cm hohe und ca. 120 Jahre alte Holzstatue war plötzlich verschwunden (es war aber nicht  „Christi Himmelfahrt“). Und um den in der Mauer eingelassenen Opferstock knacken zu können, wurde zu Allerseelen 2018 die Türe zum Orgelchor mit Brachialgewalt bearbeitet, Fazit: Opferstock nicht erreicht aber Türe kaputt.

Nach solchen Vorkommnissen hört man immer: „Früher hat es so etwas nicht gegeben“ – nein? – dann lesen Sie die Chronik, da steht z. B. folgendes:

1868 – dieses Jahr war nicht  frei von Unglück für Pfarre und Gemeinde. In der Nacht auf den 17. März wurde die Kirche durch einen frechen Einbruchdiebstahl beraubt. Die Diebe öffneten die Thüre mit einem Nachschlüssel. Die Sakristeithür, die der Gewalt und dem Nachschlüssel nicht weichen wollte, wurde durch Ausschneiden einer Wand geöffnet, durchgekrochen u. alles Kostbare entwendet. Einen ganz silbernen Kelch, einen mit silberner Kuppe nahmen dieselben mit. Auch beraubten sie die Madonna auf dem Hochaltare ihrer Perlenkrone u. ihrer vielen Perlen, Corallen, Münzen und Opfer von Silber. Bei dieser barbarischen Beraubung wurde das Bild ganz zerrissen und musste zur  totalen Renovierung nach Wien gebracht werden. Die Diebe zogen gegen Stadlau, in der Markuskapelle am Weg nach Stadlau fand man am Morgen mehrere weggeworfene Gegenstände. Die hl. Hostien waren zerstreut und das Ciborium (= das Aufbewahrungsgefäß für die Hostien) ebenfalls geraubt, obwohl es nicht von Silber war. Der Anblick der Kirche war über alle Beschreibung gräßlich. Alle Thüren und Fächer in der Sakristei und Kirche sowie der Tabernakel standen weit geöffnet und alle Paramente und Geräthe, die nicht echt waren, lagen am Altare in der Kirche umher. Nicht weit von der Kirche stand bei der Kaserne die Militärwache.

Johannes Holba

Johannes Holba - Foto