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Ab 24. Juli 2020 werden alle Besucherinnen und Besucher der hl. Messen gebeten, wieder Mund-Nasenschutz anzulegen und zwar beim Betreten und Verlassen der Kirche. mehr …

Karfreitags-Gottesdienst

Feier vom Leiden und Tod Jesu mit Leidensgeschichte, Kreuzverehrung (wir sind eingeladen, Blumen für das Kreuz mitzubringen, Grablegung). „Grabwache“ während der ganzen Nacht.

Im Jahre 2007 hat Gerhard Schmiedpeter auf besonderen Wunsch eine Männerschola gegründet. Diese Gruppe aus acht Burschen und Männern setzten sich zum Ziel, die Karfreitagsliturgie musikalisch zu gestalten. Für dieses Ensemble hat Gerhard Schmiedpeter eigens Improperien komponiert, die während der Kreuzverehrung gesungen werden und sich in der musikalischen Diktion eng an die berühmten achtstimmigen Improperien von Giovanni Pierluigi da Palestrina anlehnen.

Während das Kreuz vor dem Altar aufgestellt wird, singt die Schola:

Antiphon: Crucem tuam adoramus, Domine: et sanctam resurrectionem tuam laudamus et glorificamus: ecce enim propter lignum venit gaudium in universo mundo.
Ps.: Deus misereatur nostri, et benedicat nobis: illuminet vultum suum super nos, et misereatur nostri. / Ant.

Dein Kreuz beten wir an und deine heilige Auferstehung loben und preisen wir, denn siehe: durch das Kreuz kam Freude in alle Welt. / Gott erbarme sich unser und segne uns; er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig.

 Verehrung des Kreuzes durch die Gemeinde

Dabei singt die Schola die Improperien (dt. Vorwürfe) (Vertonung von Gerhard Schmiedpeter, 2007):

Popule meus, quid feci tibi? Aut in quo contristavi te? Responde mihi!

O du mein Volk, was tat ich dir? Wodurch habe ich dich betrübt? Antworte mir!

Hagios, ho Theos! Sanctus Deus! Heiliger Gott!
Hagios Ischyros! Sanctus fortis! Heiliger, starker Gott!
Hagios Athanatos, eleison hemas! Sanctus immortalis, miserere nobis!
Heiliger, unsterblicher Gott, erbarme dich unser!

Diese „Vorwurfslitanei“ wird seit alter Zeit bei der Kreuzverehrung gesungen. Durch dieses Lied wird der Gang nach vorne zu einem Drama. Meine eigenen bohrenden Fragen werden mir in Gottes Fragen an sein Volk gespiegelt. Ich höre den Gesang „Mein Volk, was tat ich dir …?“ und denke an meine eigenen Vorwürfe gegenüber meinen Kindern, meinem Partner, meinen Freunden ... Und am Ende der Fragen komme ich bei einem an, der die Hände ausgebreitet hat – und nicht fragt. Der durch seine Haltung nur eines vermittelt: Wer für seine Liebe Dank erwartet, liebt nicht (Heinrich W. Seide).

Nach dem Segensgebet

Schola: Tomás Luis de Victoria: Aestimatus sum

Aestimatus sum cum descendentibus in lacum, factus sum sicut homo sine adiutorio, inter mortuos liber. Posuerunt me in lacu inferiori, in tenebrosis, et in umbra mortis.

Gezählt wurde ich zu denen, die hinabfahren in die Tiefe. Geworden bin ich wie ein Mensch ohne Beistand, schutzlos inmitten der Toten. Geworfen haben sie mich in das tiefe Wasser, in die Finsternis und in das Dunkel des Todes.