St. Edith Stein in neuem Gewand

Sonntag, 3. September 2017

Nach einem guten halben Jahr ist nun auch im architektonischen Inneren und Äußeren des Seelsorgezentrums St. Edith Stein wieder etwas gewachsen und sichtbar geworden. Wir sind  – dank der Finanzierung durch das Bauamt der Erzdiözese Wien – um ein Portalkreuz und ein Altarbild reicher geworden: durch ein Zeichen nach außen, dass da Kirche wächst, und nach Innen, über das Auge in die Tiefe unserer Herzen - Edith Stein im Blick.

Das Altarbild wurde vom Seestädter Künstler Briant Rokyta gestaltet. Er hat Bernadette Schilling auf einige Fragen Antwort gegeben, die von seinem tiefgehenden schöpferischen Tun zeugen:

Wie bist du mit der Person Edith Stein in Berührung gekommen und was fasziniert dich an ihr?

Ich bin durch diesen Auftrag mit Edith Stein in Berührung gekommen. Edith Stein ist für mich eine Verkörperung des Glaubens an die Kirche. Durch ihr Wirken hat sie das Wort Jesu sichtbar gemacht. Es blieb nicht bloße mentale Auseinandersetzung, sondern wurde in ihr lebendig.

Wie bist du an den Auftrag, ein Altarbild zu gestalten, herangegangen? Mit welchen Materialien hast du gearbeitet?

Zuerst habe ich im Internet recherchiert und ein Buch über Briefe Edith Steins gelesen. Dabei wurde klar, dass ich Fotos und Texte als Grundlage - als erste Schicht des Bildes - verwenden möchte. Texte, die mich persönlich berührt haben, wurden gesammelt und mit den Fotos kombiniert. Dabei entstand eine Art Bildgeschichte. Da die Fotos aus unterschiedlichen Lebensabschnitten stammten, wurde der Werdegang Edith Steins sichtbar, nicht unbedingt chronologisch, sondern menschlich. Während der Arbeit mit den Bildern und Texten lagen überall Edith Steins Fotos herum und immer wieder traf mich dieser unbeschreibliche Blick. Mit der Zeit vermittelte mir ihr Blick noch mehr als die Texte den Inhalt ihres Lebens in Gott. Der Blick einer Heiligen verändert auch noch Jahrzehnte später die Umgebung und erreicht den/die BetrachterIn über die Fotos.

Die zweite Schicht des Altarbildes wurde auch bald klar: Ich wollte das Wesentliche im Leben Edith Steins ins Zentrum setzen. Für Edith Stein war Gott an erster Stelle, und zwar ganz klar und unbedingt, das hat mich wohl am meisten an ihr beeindruckt. Da in der christlichen Ikonografie Gold immer eine zentrale Rolle gespielt hat, war naheliegend Gold, als Symbol Gottes, die Hauptrolle im Bild zukommen zu lassen. Auch der Tabernakel wurde in den das Göttliche verkörpernde „Goldnebel“ hineingenommen.

Ich habe vier Entwürfe vorgestellt, wobei einer ganz klar ausgewählt und durch Mitgestaltung von Arch. Dipl.-Ing. Harald Gnilsen, Arch. DI Karin Katzberger, Bmstr. Ing. Martin Deninger, Pfarrer Georg Stockert und Pastoralassistentin Bernadette Schilling zum vorliegenden Altarbild wurde.

Ich bin dankbar für diesen Auftrag und all den Menschen die ihn begleitet und unterstützt haben.

 


Die feierliche Segnung des Portalkreuzes und Altarbildes  fand im Rahmen der hl. Messe am 3. September 2017 statt.

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