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Christine Scholz

Montag, 1. Jänner 2018

Gerufen, gesalbt und gesandt in Aspern

Wie passt das biblische Motto unseres großen Pfarrfestes am 11. November 2017 zu unserer Stellvertretenden Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Christine Scholz?

Wir haben nachgefragt:

Gott liebt die Menschen – dieses wunderbare Gottesbild lernte ich in meiner Familie schon in meiner Kindheit kennen. Dennoch hat mich meine Mutter, der der Glaube sehr viel bedeutet hat, nie in die Kirche gedrängt. Als Jugendliche und junge Erwachsene stand ich der katholischen Kirche sehr distanziert gegenüber.

Erst die Erstkommunion meines Sohnes weckte in mir erneut das Bedürfnis, mich wieder mehr mit dem Glauben meiner Kindheit zu beschäftigen. Denn ich wollte die Kommunion-Vorbereitung und das Fest ernst nehmen und es sollte nachhaltig sein. Offensichtlich hat Gott mich damals wieder zurück gerufen!

„Pfarre neu“ – Was bedeutet das für dich, für unsere Pfarre?

Ein neuer Aufbruch, etwas Neues probieren – das ist mir immer wichtig.

Bei der Pfarrgemeinderatsklausur im Vorjahr haben wir entschieden, dass die Pfarre Aspern als „Pfarre Neu“, also mit drei gleichberechtigten Teilgemeinden geführt werden soll. Ein „großer Bruder“ mit einer „mittleren“ und einer „kleinen Schwester“. St. Martin, St. Katharina und St. Edith sind drei unterschiedliche „Kinder“ in einer Familie!

Damit der neue Aufbruch nicht nur eine Strukturreform bleibt, sondern auch mit Inhalten belebt wird, erarbeiten wir gerade ein Pastoralkonzept (eine Art Leitbild) für die nächsten Jahre. Vieles von dem, was wir tun, ist wichtig, aber jetzt gibt es auch die Chance, Neues auszuprobieren, um auf die Bedürfnisse unserer Gemeinden besser eingehen zu können. Eine Kirche, die mit den Menschen geht, muss sich immer wieder erneuern.

Du bist jetzt für weitere fünf Jahre unsere Stellvertretende Vorsitzende im Pfarrgemeinderat. Warum tust du dir das an?

Es ist doch mit viel Zeitaufwand verbunden. Die Menschen in der Pfarre sind mir wichtig. Vernetzung und ein gutes Miteinander sind Eckpfeiler für eine funktionierende Gemeinschaft. Dafür setze ich mich gerne ein. Meine 40-jährige Berufserfahrung als Lehrerin hat mich geschult im Umgang mit Menschen, das kann ich auch in unsere Gemeinschaft einbringen. 

Wofür bist du besonders gesandt? Was sind deine besonderen Anliegen? 

Zur Zeit vor allem unsere afghanischen Gastfamilien, die Junge Messe, die Bewahrung der Schöpfung, siehe die Enzyklika Laudato si'. Ich plane gerne, bin offen für neue Ideen und habe die Erfahrung gemacht, dass sich der Mut zu Neuem lohnt. Auf der anderen Seite helfe ich sehr gerne mit, dass Traditionen wie Erntekrone, Adventkranzbinden,… beibehalten werden.

Als Pfarrgemeinderätin bist du ja auch offizielle Vertreterin der Kirche. Wie geht es dir damit?

In Aspern fühle ich mich wertgeschätzt, für die Weltkirche würde ich mir ebenso wünschen, dass die Gleichberechtigung von Laien und Frauen auch in der Kirche einzieht. Papst Franziskus öffnet derzeit ja neue Türen und lässt mich hoffen. Außerdem gefällt mir, dass er Dinge beim Namen nennt und offen ausspricht.

Wie können dich Menschen kontaktieren, wenn sie noch mehr von dir wissen bzw. über dich mit der Pfarre in Kontakt treten wollen?

Ich bin (fast) jeden Sonntag in der Pfarre in einer der hl. Messen und anschließend bereit für Gespräche oder Sie finden mich auf unserer Website: Christine Scholz

Liebe Christine, danke für deinen Einsatz!

Das Gespräch führte Petra Pories.

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