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Seit dem 15. Mai 2020 dürfen in den Kirchen die Gottesdienste wieder öffentlich gefeiert werden. mehr …

25 Jahre Kiew-Aspern

Donnerstag, 2. Juli 2020

Ein Silbernes Jubiläum der Hoffnung und Begeisterung

Ein unglaubliches Vierteljahrhundert ist es her, dass Helga Tippel eine Idee aufnahm, die die Welt zu einem besseren, helleren und schöneren Ort machte. Damals, 1995, wurden Familien gesucht, die bereit waren, Kinder aus der Ukraine für drei Wochen aufzunehmen und ihnen so Ferien abseits des oft sehr tristen Alltags in ihrer Heimat zu ermöglichen. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war noch kein Jahrzehnt vorbei. Klar war schon damals, dass die Jüngsten unter den Folgen noch lange werden leiden müssen.

Angst, niemanden zu finden

Natürlich gab es auch Bedenken. Werden sich genug Familien finden, die bereit sind, ein fremdes Kind aufzunehmen? Wird es Probleme geben? Was machen wir, wenn…? Helga Tippel steckte mit ihrer Begeisterung andere an. Einer Mischung aus ansteckender und anpackender Freude am Helfen, Idealismus, Nächstenliebe, Organisationstalent und Empathie für Menschen, die nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind, erwuchs eine Unzahl an Aktivitäten.

Die Löwin von Aspern

So wurde Helga Tippel in einem Artikel der Wochenzeitung „Die Furche“ genannt. Ein Titel, der ihr geblieben ist. Flohmärkte, Kinderkonzerte, Kirchensammlungen,  Kartoffelverkauf vor der Kirche und vieles andere mehr erbrachten unglaubliche Spendensummen. Kontakte zu unzähligen Unternehmen, Ärzten und einer Vielzahl an Helferinnen und Helfern knüpften ein dichtes Netz der Nächstenliebe. Es gab kaum ein Problem, das an Helga Tippel herangetragen wurde, für welches sie keine Lösung fand.

Was mit den Kinderurlauben vor 25 Jahren begonnen hat und in der Errichtung des Hauses „Aspern“, einem Straßenkinderheim in Kiew gipfelte, hat bis heute mehr als 1.000 Kindern aus einem der ärmsten Winkel Europas den Weg in eine bessere Zukunft geebnet. Kinder und Jugendliche zwischen drei und 16 Jahren, oftmals Waisen oder aus bedrückenden Verhältnissen stammend, erlebten im Verlauf der Kinderurlaube und im Straßenkinderheim Wärme und Solidarität.

Bis heute halten viele Familien in Österreich Kontakt zu den jungen Menschen. Jobtraining und Lernunterstützung, Krisenunterbringung und eine Mutter-Kind-Wohnung, um nur ein paar Splitter aus dem Ganzen herauszugreifen, bedeuten Hoffnung und Licht, Freude und Zukunft für ein besseres Leben. Helga Tippel, dem bis heute unermüdlichen guten Geist dahinter, und allen, die sich hier so vielfältig und wunderbar engagieren, möchte ich als Präsident der Caritas ein aufrichtiges Danke und ein freudvolles „Vergelt’s Gott“ zu diesem Silbernen Jubiläum tausendfach gelebter Nächstenliebe sagen. Genau das ist gelebte Caritas, gelebter Glaube: Liebe, die zur Tat wird. Nochmals von Herzen danke dafür!

Michael Landau
Präsident der Region Europa der Caritas Internationalis

Am Donnerstag, 2. Juli wollen wir um 19 Uhr (hoffentlich bei Schönwetter) im Pfarrgarten einen Dankgottesdienst „25 Jahre Kiew – Aspern“ feiern. Wir laden SpenderInnen und  ehemalige Gasteltern zu diesem Silbernen Jubiläum sehr herzlich ein!

Ort

25 Jahre Kiew-Aspern

Aspern - Pfarre Aspern
19:00-20:00
Pfarrgarten

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