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Rosenkranzgebet in St. Edith Stein

September 2020

Liebe Brigitte, du hast angeregt, im Seelsorgezentrum St. Edith Stein – Seestadt einen Gebetskreis mit dem Rosenkranzgebet zu gründen. Dieser trifft sich derzeit mittwochs um 18:00 Uhr. Warum?

Brigitte Berger: Das Rosenkranzgebet ist ein altes Gebet, das viele Menschen seit ca. 800 Jahren beten und Kraft aus dieser Gebetsform geschöpft haben. Ich habe das Rosenkranzgebet durch meine Großmutter kennengelernt, die täglich so gebetet hat.

Du sagst, viele Menschen schöpfen aus dieser Gebetsübung Kraft. Was bewirkt das Rosenkranzgebet bei dir?

Brigitte Berger: Das Wiederholen der „Gegrüßet seist du Maria“ ist eine Möglichkeit, ruhig zu werden, inne zu halten und mit Maria auf Jesus zu schauen. Beim Wiederholen kann ich mich „hineinnehmen“ lassen in das Leben Jesu und meine persönlichen Anliegen in den Rosenkranz „hineinknüpfen“.

Viele Christinnen und Christen haben ja Bedenken, dass beim Rosenkranzgebet eher zu Maria gebetet wird und nicht Jesus im Mittelpunkt steht. Was sagst du darauf?

Brigitte Berger: In den letzten Wochen, vor allem während der COVID-19 Einschränkungen, habe ich sehr bewusst und regelmäßig den Rosenkranz mit Radio Maria und den österreichischen
Bischöfen beim Gebet für Österreich mitgebetet. Es wurde mir klar, dass es sich beim „Gegrüßet seist du Maria“ um die Worte des Engels zu Maria handelt, dass es also ein biblisches Gebet ist und in der Mitte Jesus in verschiedenen Stationen seines Lebens steht. Beim Rosenkranzgebet gehen wir einen Weg mit Maria zu Jesus.

Liebe Brigitte, mir ist beim gemeinsamen Beten aufgefallen, dass ihr im Gebetskreis nicht die üblichen Gesätze, wie sie zum Beispiel im Gotteslob zu finden sind, wiederholt, sondern eine Variante pflegt. Kannst du uns davon erzählen?

Brigitte Berger: Mir geht es beim Rosenkranzgebet nicht um das Ableisten von 50 „Ave Maria“ und den Gesätzen, sondern im Mittelpunkt steht die lebendige Herzensverbindung zu Jesus. Daher denke ich mir eigene Gesätze aus, um dieser Beziehung Ausdruck zu verleihen. Ich spüre in meinem Herzen und formuliere dann zum Beispiel „Jesus, der unser Licht ist“ oder „Jesus, der uns den Frieden bringt.“ In der Gruppe ist das besonders schön, weil von den gemeinsam Betenden verschiedene Gedanken ausgesprochen werden.

Danke für das Gespräch!

Das Interview führte Roman Dietler.

Roman Dietler

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