Wolfgang und Hannes

Sonntag, 15. September 2019

Die Erntedankfestumzugschefs

Was ist der Höhepunkt des jährlichen Erntedankfestes der Pfarre Aspern? Ist es der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, der Frühschoppen, ist es die Tombola oder doch das Fest im Garten der Pfarre mit fröhlichem Beisammensein, Musik, Speise und Trank oder doch der Umzug durch die Straßen Asperns? Ich schätze, eine deutliche Mehrheit entscheidet sich für das letztgenannte Angebot. Das zu organisieren, zeichnen Hannes Holba und in jüngster Zeit Wolfgang Stadler verantwortlich.

Das Interview mit den beiden Herren klärt mich zuerst über die Geschichte dieser Asperner Traditionsveranstaltung auf. 1948 – zwei Jahre nach dem ersten Erntedankfest – fand der erste Festumzug statt. Zu bewundern gab es damals auch eine Erntebraut samt Bräutigam. Franz Vrbicky organisierte damals die Festumzüge mit Unterstützung von Hannes Holba, der dann ab 1969 ganz allein für die Ausrichtung der Festumzüge verantwortlich war. In diesen Jahren fiel der Umzug gelegentlich aus, bis er ab 1988 schließlich fester Bestandteil des Asperner Erntedankfestes blieb. Hannes wurde 1993 vom damals neuen Pfarrer Georg Stockert als ideale Besetzung erkannt und blieb daher viele weitere Jahre Chef des Festumzugs.

Vor einigen Jahren entwickelte sich Wolfgang Stadler von einer Stütze für Hannes zum Hauptverantwortlichen des Events.

Wer präsentiert sich beim Festumzug? Das Feld der Teilnehmer ist bunt. In den Anfangsjahren dominierten die Wagen der Gärtner und Bauern, Privatpersonen schlossen sich an und die Pfarre war gut vertreten. Nach dem starken Rückgang der Zahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten sind es jetzt Geschäftsleute, die das Bild prägen. Kindergarten und Jungschar der Pfarre Aspern sowie die Teilgemeinden St. Katharina und Edith Stein sind ebenfalls treue Teilnehmer – zu Fuß oder mit dem Rad. Wenn auch viele Gruppen mit der Pfarre verbunden sind, werden Wagen von „Fernstehenden“ ebenso gern gesehen.

Was begeistert die ZuschauerInnen am meisten? Attraktiv sind die bunt geschmückten Fahrzeuge, die fröhlichen und oft auch gut bekannten Gesichter, die unermüdlich  winkenden Hände, die manchmal Süßigkeiten  verteilen, die mitgeführten Lebensmittel und Getränke, die reißenden Absatz finden. Der Essens-Truck mag umstritten sein, erfüllt
aber durchaus seinen Zweck.

Woraus besteht die Hauptarbeit des Organisationsgespanns? Besuche bei potentiellen Teilnehmern (Bitte und Dank), Verwaltungsaufwand (Polizei, Klärung von eventuellen Vorfällen) und gute Nerven am Tag des Erntedankfestes gehören zu den Themen, die mit Beispielen lustiger und lästiger Natur illustriert werden.

Was wünschen sich Hannes und Wolfgang? Erwähnt werden ausreichende Kommunikation, besonders aber die Bitte an Gruppen innerhalb und auch außerhalb der Pfarre  mitzutun. Neuerungen gegenüber sei man sehr aufgeschlossen.

Wolfgang und Hannes, wir warten gespannt auf den Festumzug am Sonntag, dem 15. September 2019, danken euch heute schon für euren tollen Einsatz und hoffen, dass ihr nach der Rückkehr des letzten Wagens das Erntedankfest selbst auch entspannt genießen könnt.

Brigitta Mychalewicz

Brigitta Mychalewicz - Foto

Ort

Erntedank 2019

00:00-00:00
Aspern - Pfarre Aspern
09:00-21:00
Aspern - Pfarre Aspern
09:30-10:30
St. Martin - Pfarrkirche
11:00-13:00
St. Martin - Pfarrhof
14:00-21:00
St. Martin - Pfarrhof
14:00-15:30
Aspern - Pfarre Aspern

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