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Aktuelle Regeln für Gottesdienste in der Erzdiözese Wien
Rahmenordnung der Bischofskonferenz ab 22. November!
Das Tragen einer FFP2-Maske ist während des gesamten Gottesdienstes verpflichtend.

Was feiern wir zu Ostern?

Auferstandener Jesus Christus"Er ist am dritten Tag auferweckt worden ..."
1 Kor 15,4b (vgl. auch 1 Thess 1,10; Ga11, 1; Röm 4,24; ...)

"Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier ..."
Mk 16, 6a (vgl. auch Mt 28, 6ff; Lk 24, 6ff; Joh 20, 1 ff)

Osternacht

Diese Feier hat ihren Ursprung irn Warten auf den Ostermorgen und war eine Vigilfeier, welche die ganze Nacht dauerte.

AuferstandenerHeute sind die Lichtfeier, bei der die Osterkerze als Zeichen für den auferstandenen Christus irn Mittelpunkt steht. Mit dem Osterlob, dem besonders feierlichen Gloria (mit Orgel und Glocken) und dem Halleluja wird dem Osterjubel Ausdruck verliehen.

Erzählungen des Wiedererkennens Jesu:

  • Mt 28,9-10 Die Begegnung Jesu mit den Frauen
  • Lk 24,13-35 Die Begegnung mit dem Auferstandenen auf dem Weg nach Emmaus
  • Lk 24, 36-53 Das Wiedererkennen des Auferstandenen in Jerusalem
  • Joh 20, 24-29 Jesus und Thomas
  • Joh 21, 1-23 Das Wiedererkennen des Auferstandenen am See

Die Ostertexte des Neuen Testaments verwenden Bilder aus dem Alltag, um den Glauben der Jünger und Jüngerinnen und die Erfahrung des Wiedererkennens Jesu zu Ostern auszudrücken.

Sie sprechen von der Auferstehung oder Auferweckung Jesu - einem Geschehen, von dem sich die Freunde Jesu nicht "handgreiflich" überzeugen können. Kein Video-Mitschnitt, kein Foto, keine gegenständliche Darstellung könnte das, was Auferstehung ist, aufzeichnen oder wiedergeben. Die Wirklichkeit, um die es hier geht, überschreitet die Möglichkeiten des sinnlich Wahrnehmbaren.

Auferstehung ist erst im Glauben sichtbar.

Dieser Glaube wirkt sich auf das Verhalten der Jünger in der nachösterlichen Zeit aus:

Das Erfahren des auferstandenen Christus beim gemeinsamen Mahl, das Wiedererkennen Jesu im Fremden, der den Weg mit ihnen geht, das Bewusstsein seines Daseins, gibt ihnen Kraft, die ängstlich versperrten Türen zu öffnen und begeistert die ersten christlichen Gemeinden zu gründen. Sie wagen sich wieder an die Öffentlichkeit, sie beginnen neu zu verstehen, was Jesus ihnen vorgelebt hat, und sie erzählen aus ihrer neuen Sicht von Jesus.

Zu Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu, die unser Leben verändert.

Wie die Jünger damals verstehen Christen auch heute Ostern nicht als ein Fest, an dem ein sichtbares Ereignis gefeiert wird. Die Auferstehung ist nicht die Rückkehr von Toten in das Leben dieser Welt, sondern das Geschenk endgültigen Lebens bei Gott. Jesus selbst versuchte Menschen, die sich über den Auferstehungsglauben lustig machen wollten (vgl. Jesu Gespräch mit den Sadduzäern in Mk 12,18-27 par), zu erklären, was es heißt, an die Auferstehung zu glauben. Gott will, dass jeder Mensch, der zu ihm gehören will, das für immer tut - auch über den Tod hinaus. Auferstehung ist also die ewige Gemeinschaft eines Menschen mit Gott, die auch mit dem Tod nicht aufhört -

Ostern ist das Fest des Triumphes des Lebens über den Tod: Es will zeigen, dass Gott nicht Trennung will, sondern Gemeinschaft, nicht Unterdrückung, sondern Freiheit, nicht Tod, sondern Leben.

Mit Ostern feiern wir nicht in erster Linie die Erinnerung an das, was vor 2000 Jahren geschehen ist; jedes Jahr zu Ostern feiern Christen die Hoffnung auf ihre eigene Auferstehung. Die Auferstehung Jesu stellt ihr Leben auf eine völlig neue Grundlage, ein neues Verhältnis zu Gott wird sichtbar: Menschen können Verzeihung finden, Leidende und Enttäuschte werden aufgerichtet, für Glaubende gibt es kein endgültiges Getrenntsein von Gott im neuen Leben.

Ostern ist das "Fest aller Feste" (Augustinus), das höchste Fest im Kirchenjahr und das feiern wir nicht nur zu Frühlingsbeginn, sondern jeden Sonntag: Was Ostern für das Kirchenjahr ist, ist der Sonntag für die Woche.


Quelle: Behelf der Kath. Jungschar