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Ab 24. Juli 2020 werden alle Besucherinnen und Besucher der hl. Messen gebeten, wieder Mund-Nasenschutz anzulegen und zwar beim Betreten und Verlassen der Kirche. mehr …

ChristInnen aus Indien

Samstag, 1. Mai 2010

VellukunnelMein Name ist Roy Vellukunnel, ich bin 43 Jahre alt und arbeite als Krankenpfleger. Vor 18 Jahren ist meine Frau Tincy als erste nach Wien gekommen und sie absolvierte hier die Krankenschwesternschule. Vor 15 Jahren habe ich meine Frau kennengelernt und in Indien geheiratet, danach bin nach Österreich gekommen. Seit 10 Jahren lebe ich jetzt mit meiner Familie in der Asperner Pfarrgemeinde. Ich habe drei Kinder, zwei Buben (Richard und Ronald) und ein Mädchen (Rosmaria). Sie sind sehr aktiv als Ministranten in der Pfarre und gehen noch alle in die Schule. Meine Frau und die Kinder besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Bis jetzt hatten wir noch keine Schwierigkeiten mit dem Zusammenleben mit den echten Wienern, wir haben versucht uns zu integrieren. Die meisten Wiener glauben, dass wir keine Christen sind, sondern Hindus. Wir sind bekannt als „Apostel-Thomas-Christen“ in Kerala. Vor 2000 Jahren kam Apostel Thomas nach Kerala, Südindien und gab uns den Glauben weiter, und er starb dann dort. Es ist schön in so einer Pfarre zu sein, da wir soviel Anerkennung von allen bekommen. Außerdem ist es sehr bewundernswert, dass sie unsere Aktivitäten unterstützen und uns die Möglichkeit geben, auch geistlich zu wachsen. Wie wir vom heiligen Thomas unseren Glauben bekommen haben, möchten wir auch, dass in unserer Pfarre ein lebendiger Glaube und eine starke Gemeinschaft in Gott existiert.

Roy und Tincy Vellukunnel

KarakkattuIch heiße Sherly Karakkattu und komme ursprünglich aus Indien. Vor 21 Jahren holte mich mein Onkel nach Wien. Er lebt hier schon seit einigen Jahren mit seiner Familie und ist UNO-Angestellter. Aus Neugier, Wien kennen zu lernen und meiner schwerkranken Mutter in Indien eine Behandlung zu ermöglichen, bin ich nach Wien gekommen. Ich bin schon viele Jahre als Krankenpflegerin tätig. Mein Ehemann Thomas Karakkattu, ebenso aus meinem Heimatstaat Kerala, ist beruflich als Heimpfleger bei der Caritas Aspern be- schäftigt. Wir haben drei Kinder – Justin, Jasmin und Joel, die hier in Wien im SMZ-Ost geboren sind, und besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Ich bekam 1995 die Staatsbürgerschaft. Unsere Zwillinge Justin und Jasmin besuchen das Gymna-sium Heustadelgasse, der jüngste geht in die Volkschule Asperner Löwen. Der Fußball ist unseren Jungs sehr wichtig, deswegen spielt Justin in der Schule und im indischen Fußballverein. Joel ist ein begeistertes Mitglied des SV Aspern U10. Seit 1995 sind wir in Aspern zu Hause. Auf Grund des freundlichen Umgangs mit den Wienern fühlen wir uns jetzt in Österreich heimisch. Unsere Familie wur- de in den Pfarrgemeinden Aspern und Stadlau sehr gut aufgenommen und integriert. Wir nehmen an verschiedenen Veranstaltungen und Festen teil. In St. Katharina wurde unser Joel getauft und die Vorbereitungen zur Erstkommunion fanden in St. Martin statt. Gelegentlich wurden wir als „Schwarze, Neger“ beschimpft, mir tun solche Leute leid. Wir ignorieren solche Menschen, die etwas gegen Ausländer haben. Wir akzeptieren, dass sie nicht wissen, wie schwer es ist, in einem fremden Land zu leben. Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden und dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, in St. Katharina Familien zu treffen und mit ihnen zu beten. Ebenfalls können unsere Kinder jeden Samstag und Sonn- tag in Stadlau-Mariahilf den Religions- unterricht besuchen und wir als Familie dort die indische heilige Messe feiern. Was unser größter Wunsch wäre: Dass man jeden Menschen so behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte.

Sherly Karakkattu


Bei uns in Aspern zu Hause

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