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Ein DANKE aus Aspern

Jänner 2022

Christine Scholz schreibt im Namen der Pfarrfamilie

Lieber Georg!

Schon in deiner Kindheit hast du in der Familie und als Ministrant in deiner Heimatpfarre St. Stephan den Glauben an den liebenden Gott kennengelernt und in der Gymnasialzeit bei den Schotten weiter geformt. Eine gute Grundlage, um nach dem Bundesheer deiner Berufung ins Priesterseminar zu folgen. Nach der Priesterweihe am 29. Juni 1977 im Stephansdom durch Kardinal Franz König hast du, wie vorgesehen, das Praktikumsjahr als Diakon in Kaiserebersdorf absolviert, hast drei Jahre lang Erfahrungen als Kaplan in St. Brigitta (Wien 20) und vier Jahre als Studienpräfekt im Seminar Sachsenbrunn gesammelt. Deine erste Pfarre in Rudolfsheim hast du neun Jahre mit viel Hingabe geleitet, und der Abschied ist dir sicher schwer gefallen, als du 1993 von Kardinal Groer gebeten wurdest, die Pfarre St. Martin Aspern am anderen Ende von Wien zu übernehmen.

Mit großer Dankbarkeit und Freude denke ich nun an fast drei Jahrzehnte zurück, in denen du uns als unser Pfarrer Georg begleitet hast mit festen Schuhen für den Alltag und getragen von Flügeln für die Vebindung zum Himmlischen. Die festen Schuhe waren notwendig für die vielen Projekte, die du in den folgenden Jahren umgesetzt hast. Die Vergrößerung der „Dorfpfarrkirche“, die schon aus allen Nähten platzte, um einen gelungenen Zubau bewundern auch heute noch viele Besucher*innen. Zusätzliche Kindergarten- und Hortplätze wurden durch den Umbau des Pfarrhofes geschaffen. Dass du in diesem Zusammenhang auch deine größere Pfarrerwohnung für die Kinder zur Verfügung gestellt hast, hast du nie erwähnt. Auch bei der Schaffung der zwei neuen Seelsorgezentren, St. Katharina vor 25 Jahren und St. Edith Stein vor sechs Jahren, bei der Außen- und Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Martin und der Administration der Pfarre mit über 12.000 Katholik*innen waren deine Managerqualitäten sehr gefragt. Die Pläne zur Errichtung eines neuen Gebäudes, in dem Pfadfinder, Kindergarten und Hort mehr Platz haben, wirst du von oben mit guten Gedanken begleiten. Nicht unbedingt feste Schuhe, aber ein Fahrrad war dein ständiger Begleiter, wenn du täglich zu den Menschen in deiner großen Pfarrfamilie unterwegs warst, um mit uns Freuden und Sorgen zu teilen. So viele hast du gekannt und mit ihrem Namen ansprechen können! Die Kinder haben sich über deine täglichen Besuche im Kindergarten gefreut, auf den Pfadfinder- und Jungscharlagern warst du immer herzlich willkommen. Du hast mit deiner Pfarrfamilie viele fröhliche Feste gefeiert, Reisen unternommen und bist mit uns jedes Jahr nach Mariazell gepilgert.

Weit über die Pfarrgrenzen hinaus ging dein Einsatz für Menschen in Not. So viele Jahre hast du die Dreikönigsaktion geleitet und die Könige und Königinnen von Haus zu Haus begleitet, den Aufbau des Kinderheimes „Aspern“ in Kiew unterstützt, das Projekt Le+O gefördert und Wohnung geschaffen für Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten.

Mit deinen Flügeln hast du dir die Kraft geholt, um für die anderen da zu sein. Diese Kraft war für mich besonders in den Gottesdiensten spürbar, wo du nie im Mittelpunkt, sondern als Vermittler mit uns gefeiert und gebetet hast. Ganz gleich, ob Angelusgebet, Rorate oder Messen zu Hochfesten, alle waren für mich authentisches Glaubenszeugnis.

Vor kurzer Zeit habe ich in einem von dir verfassten Text ein Zitat von Edith Stein gefunden, das für deine Botschaft ein guter Abschluss war:

„Gotteskind sein heißt an Gottes Hand gehen, Gottes Willen, nicht den eigenen Willen, tun, alle Sorgen und alle Hoffnung in Gottes Hand legen, sich nicht mehr um sich selbst und seine Zukunft sorgen. Darauf beruhen die Freiheit und die Fröhlichkeit der Gotteskinder.“

Du hast uns einen guten Weg gezeigt, auf dem wir auch weiterhin Kirche sein wollen.

Wir sind unendlich dankbar für die Zeit, die wir mit dir verbringen durften, und wollen das, was wir in den vielen Jahren gemeinsam mit dir aufbauen konnten, in deinem Sinne weiterführen.

Christine Scholz

Ort

In Memoriam † Georg Stockert

Aspern - Pfarre Aspern
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