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Schönborn würdigt verstorbenen Wiener Pfarrer Stockert (kathpress)

Jänner 2022

Wien, 08.01.2022 (KAP) Als Priester, dessen "Markenzeichen" Hausbesuche waren, hat Kardinal Christoph Schönborn den zu Weihnachten verstorbenen Pfarrer von Wien-Aspern, Georg Stockert, gewürdigt. Der am 26. Dezember im 70. Lebensjahr an Krebs Verstorbene habe "viele Menschen gesammelt, begleitet, gesegnet und getröstet", sagte der Kardinal am Freitag beim Requiem für Stockert, der bis zu seinem Tod drei Jahrzehnte lang die größte Pfarre der Erzdiözese Wien geleitet hat. Der Trauergottesdienst war aufgrund der Covid-Pandemie nur für Familienangehörige sowie eine beschränkte Anzahl von Priesterkollegen und Mitgliedern der Pfarrgemeinde zugänglich und wurde online übertragen.

Georg Stockert leitete seit 1993 die Pfarre Aspern im Nordosten Wiens und prägte deren Entwicklung in Zeiten eines weiter anhaltenden enormen Zuzugs maßgeblich, u.a. durch die Einrichtung der Seelsorgezentren St. Katharina und St. Edith Stein in der Seestadt Aspern. Zuvor war Stockert, der 1952 geboren wurde, in der Dompfarre St. Stephan aufwuchs und nach seinem Diakonat in Kaiserebersdorf 1977 die Priesterweihe erhielt, zunächst Kaplan in St. Brigitta und Studienpräfekt im Knabenseminar Sachsenbrunn, sowie von 1984 bis 1993 Pfarrer in Wien-Rudolfsheim. Über zehn Jahre war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Priesterräte und gehörte bis zuletzt der Liturgischen Kommission der Bischofskonferenz an.

Als Vorbild einer "Pastoral, die nicht abwartet, sondern nachgeht", bezeichnete in der Predigt bei der Trauerfeier Pfarrer Helmut Schüller seinen Weihejahrgangs-Kollegen. Die Hausbesuche habe Stockert im Priesterseminar gelernt, als der damalige Subregens Josef Heissenberger (1937-2021) auf Geheiß von Kardinal Franz König (1905-2004) die Studenten auf Hausbesuche in die unmittelbare Nachbarschaft schickte und diese als "Sprengel" ansah. Als Pfarrer habe der Verstorbene jede Gelegenheit wie etwa Geburtstage genutzt, um täglich mehrere Stunden zu Fuß oder mit dem Fahrrad Bewohner des Pfarrgebietes bei ihnen zu Hause mit Keksen aufzusuchen und dabei sehr bewusst "auch zu riskieren, dass es bei diesem einzigen Kontakt bleibt". Auch die Sternsinger begleitete Stockert stets persönlich.

Damit eng verbunden waren Stockerts unzählige soziale Initiativen - "der Dienst an denen, die beim Nachgehen aufgefallen sind", wie der Probstdorfer Pfarrer und Vorsitzende der "Pfarrerinitiative" Schüller weiter darlegte. Geprägt hätten ihn selbst wie auch Stockert dabei Erfahrungen in St. Brigitta bei Prälat Leopold Kaupeny (1928-2016), der seine neuen Kapläne gleich zu Beginn "in sein Auto packte, entlang der Pfarrgrenze fuhr und mahnte: Für alle, die innerhalb dieser Grenze wohnen, sind wir da". In Aspern habe sich Pfarrer Stockert intensiv für Arme, Wohnungslose und Flüchtlinge eingesetzt, unter anderem mit dem Caritas-Projekt "Le+O", der Einrichtung einer Wärmestube und über die Landesgrenzen hinaus auch durch das Kinderheim "Aspern" für Tschernobyl-Waisen in Kiew.

Kardinal Schönborn und auch Pfarrer Schüller erinnerten bei dem Trauergottesdienst auch an Stockerts Wirken beim Thema "Liturgie", unter anderem mit seiner langjährigen Autorenschaft für das liturgische Direktorium der Erzdiözese Wien. Zahlreiche weitere Würdigungen auf der Asperner Pfarr-Website beleuchten andere Tätigkeitsbereiche des verstorbenen "Vollblutpfarrers mit Managerqualitäten", darunter etwa seinen Einsatz für die polnische Gemeinde, für Jungschar, Pfadfinder und Pfarrkindergarten, für jährliche Kulturreisen und Wallfahrten sowie die Seelsorge im Wiener Donauspital. Stockert sei in Aspern als "der mit dem Fahrrad" bekannt und habe "sogar seine Schuhe so ausgewählt, dass man sie im Vorzimmer schnell abstreifen konnte", erinnerte sich Caritas-Socialis-Schwester Karin Weiler an ihre Zeit als Asperner Pastoralassistentin zurück.

Ort

In Memoriam † Georg Stockert

Aspern - Pfarre Aspern
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