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Glasbilder in der Pfarrkirche St. Martin

1941, es war Krieg und dem damaligen Zeitgeist entsprechend waren Glaube und Religion zwar nicht verboten, aber auch nicht sehr gefragt. Trotz Schikanen und Behinderungen, die das Leben und Wirken der Kirche einengten, wurde auch in diesen schweren Zeiten Beachtliches geschaffen. Im August 1941 – so kann man in der Asperner Pfarrchronik nachlesen – wurde mit der Restaurierung des Hauptaltares begonnen. Der Putz wurde bis auf die Ziegel abgeschlagen, frisch angeworfen und marmoriert. Material und Gerüst stellte Frau Baumeister Kühnl gratis zur Verfügung.

Obwohl das, für die Vergoldungsarbeitenbenötigte Blattgold vom Amt für Denkmalpflege nicht bewilligt wurde,konnte man die Restaurierung inklusive Vergoldung erfolgreichzu Ende bringen. Woher die paar Gramm Blattgold kamen und wer sie bezahlt hat, steht nicht in der Chronik.

Fenster über dem HochaltarIm Zuge dieser Arbeiten wurde der morsche Strahlenkranz vor der „Fensterluke“ (ovalesFenster über dem Hochaltar) abgenommen und das normale Fensterglas durch eingemaltes Fenster mit den Symbolen der Heiligsten Dreifaltigkeit (Rudolf Leitgeb) ersetzt. In der Nacht vor dem Christtag hatte ein gewaltiger Sturm das Mittelfenster der Nordseite eingedrückt. Dies machte die schon längst beabsichtigte Auswechslung der schon schadhaften Kirchenfenster durch neue, gemalte spruchreif. Gleich im Jänner 1942 wurden diese Arbeiten beiLeitgeb in Auftrag gegeben:

Die vier Evangelisten, Johannes, Markus, Matthäus und Lukas im Presbyterium und im Kirchschiff, die hl. Elisabeth im Mittelfenster (heute Glasbild) und der hl. Michael (heute nicht mehr vorhanden), sowie „der verlorenen Sohn“ als Trennwand zur Annakapelle.

Glasbild über der Trennwand zur AnnakapelleDie Trennwand zur Annakapelle wurde (gemeinsam mit den fünf bunten Fenstern) in den Kriegsjahren 1941/42 angeschafft und von der Firma Leitgeb geliefert. Das Motiv zeigt den gütigen lieben Gott als alten Mann mit Bart, wie er einen reuigen Sünder entgegenkommt und ihm aufhilft. Flankiert wird er von voll Freude musizierenden Engeln. Darunter steht die Textzeile "So wird Freude sein im Himmel über einen Sünder, der sich bekehrt" (Vgl. Lk 15,7-32).

Die ürsprünglich fünf bunten Fenster zeigen die Evangelisten Johannes, Markus, Matthäus und Lukas sowie die hl. Elisabeth von Thüringen.

Nach dem Umbau der Kirche 1998/99 blieb nur mehr Platz für drei Fenster. Johannes, Markus und Matthäus "durften" bleiben. Lukas bekam einen neuen Platz im Fenster hinter der Orgel.

Glasbild hl. Matthäus Evengelist Glasbild hl. Markus Evengelist Glasbild hl. Lukas Evengelist Glasbild hl. Johannes Evengelist

Glasbild hl. Elisabeth von Thüringen Neuer Platz für das Glasbild der hl. Elisabeth Das Glasbild der hl. Elisabeth von Thüringen wurde im Pfarrkeller gelagert. Im Juni 2003 wurde es neu gefasst und fand neben dem linken Seitenaltar einen neuen Platz.

Glasbild hl. JosefAls Gegenstück vor dem Lichtband neben dem neuen Eingang steht das Glasbild "Josef mit dem Jesukind". Es war früher eine Türverglasung (vermutlich die Sakristeitür) und lagerte lange Jahre im Pfarrhofkeller. Es wurde 1999/2000 restauriert und als Glasbild neu gefasst und aufgestellt.

Mag so eine Darstellungauch nicht dem heutigen Kunstgeschmackentsprechen und speziell von jungen Leuten als Kitsch klassifiziert werden, so zeigt es eben das Empfinden und die Vorstellung von damals.

neue Glasbilder

Im Zubau entstand 1999 eine Betonwand mit modernen bunten Glasbildern, die einfach gehalten liturgische Inhalte symbolisierend darstellen.