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Psalm 63,1-5

Dienstag, 1. April 2014

1 [Ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war.]
2 Gott, du mein Gott, dich suche ich, meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib wie dürres, lechzendes Land ohne
Wasser.
3 Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum, um deine
Macht und Herrlichkeit zu sehen.
4 Denn deine Huld ist besser als das Leben; darum preisen dich
meine Lippen.
5 Ich will dich rühmen mein Leben lang, in deinem Namen die
Hände erheben.

Als Priester sind mir diese Verse sehr vertraut, weil Psalm 63 oft im Morgengebet der Kirche vorkommt. Er erinnert mich an manche Wanderung im Sommer, an Etappen auf dem Jakobsweg. Die Sonne brennt herunter, es ist furchtbar heiß und meine Trinkflasche ist leer. Der Durst kann ganz schön weh tun und quälen. Wie weit ist es noch bis zum nächsten Brunnen? Wird frisches, köstliches Wasser dort fließen?

Ich lese das Schild am Brunnen: „Trinkwasser“. Gott sei Dank! Ich kann meinen Durst löschen …

Oft erlebe ich unseren Alltag wie ein ausgetrocknetes Stück Land: persönliche Sorgen, Unsicherheiten und Erschöpfung, die großen Probleme der Welt oder auch die eigenen Fragen. Alles ist wie ausgetrocknet.

Der Beter des Psalms 63 lädt mich ein, im Gebet zu Gott wie zu einer Quelle, einem Brunnen mit gutem Wasser zu gehen; dort den inneren Durst zu stillen: in der Stille der Kirche, beim Lesen der Bibel oder eines guten Buches, beim Anhören einer  schönen Musik oder an einem sonnigen Morgen.

Ich darf beten: Gott, sei du meine Quelle, sei du lebendiges Wasser für mich und für alle, denen ich heute begegne.

Georg Stockert


Serie: Mein Lieblingspsalm

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