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Psalm 23 und 62

Montag, 1. Juni 2015

Der griechische Name Psalm stammt vom Verb psallein = „die Saiten schlagen“. Oder anders gesagt: Gesang mit Saitenbegleitung – „gezupftes Lied“. Psalmen bezeichnen im Judentum und Christentum religiöse Texte. Leider sind der Nachwelt nur die Texte erhalten geblieben. Die ursprüngliche Musik dazu ist unbekannt, weil es die Musiknoten damals noch nicht gab.

Als ich mir Gedanken über einen Lieblingspsalm machte, kam mir die Erkenntnis, dass ich mehrere Psalmen gleichrangig als Lieblingspsalmen benennen kann. Ich möchte hier zwei Psalmen in den Vordergrund stellen. Zuerst Psalm 23 von David. Dieser Psalm ist meines Wissens der bekannteste aller 150 Psalmen. Ich würde ihn als „Ohrwurm“ bezeichnen, nicht nur wegen der schönen neuzeitlichen Vertonungen, sondern des Textes wegen. Dieser Psalm beginnt mit den Worten: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen“. Ich denke, welche Worte können diese übertreffen. Ein wunderschönes Bild eröffnet sich damit. Gott als Hirte, der uns Menschen führt und vor Feinden beschützt, schenkt Vertrauen an ihn.

In besonderer Weise spricht mich auch der Psalm 62 von David an - ein Loblied auf Gottes Hilfe gegenüber aller Bosheit und Nichtigkeit der Menschen. In den Versen heißt es unter anderen: „Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, von ihm kommt mir Hilfe. Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; darum werde ich nicht wanken. Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre; Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.”

Wegen der Boshaftigkeit der Menschen heißt es weiter: „Ja, sie planen, ihn von seiner Höhe zu stürzen; Lügen ist ihre Lust. Bei Gott ist die Macht; Herr, bei dir ist die Huld. Denn du wirst jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen.”

Mit solchen Worten will uns der Herr durch David sagen, dass wir auf ihn hören sollen. Nicht wie es diese Welt oft vorgibt. Dies sagt mir mit anderen Worten: Wende ich mich voll Vertrauen an den Herrn, was kann die Macht des Bösen dann bewirken? Bei Gott ist die Macht – nur Gott allein hat die absolute und uneingeschränkte Macht. Oft missbraucht der Mensch die Macht. Herr, bei dir ist Huld – im Sinne des Psalms bedeutet Huld Gnade bzw. Wohlwollen des Herrn. Gott ist die Liebe, daher ist er auch barmherzig. Und schließlich heißt es am Ende des Textes: Denn du wirst jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen. Es scheint so, als würde es keine absolute Gerechtigkeit geben. In unserer Welt gibt es leider sehr viel Ungerechtigkeit, wobei sich so mancher fragt, wo bleibt Gott? Ich denke, dass Gottes Gerechtigkeit über unser irdisches Dasein hinausläuft.

Die von David stammenden Worte sind aus seinem Glauben und Vertrauen zu Gott entstanden. Er zweifelte nicht an der Existenz und Gerechtigkeit Gottes, obwohl auch er gesündigt hatte. Ich bin dankbar für die im Laufe der Geschichte erhaltenen Psalmen, insbesondere die David zugesprochen wurden.

Hans Pigisch
Pfarrgemeinderat und Stellv. Leiter von LE#+O


Serie: Mein Lieblingspsalm

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