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Psalm 25

Mittwoch, 1. April 2015

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich.

Der Psalm 25 hat im Original eine besondere Form, die man leider in deutscher Übersetzung nicht merkt – jeder Vers fängt mit einem neuen Buchstaben des hebräischen Alphabets an. Diese Gestaltung soll das Memorieren des Textes „für den Alltagsgebrauch“ erleichtern. Es handelt sich hier also um kein spontanes Gebet, das aus einer akuten Notlage heraus gesprochen wird, sondern um einen Text, der uns unser ganzes Leben – jeden Tag – begleiten soll. Mich begleitet er mittlerweile seit beinahe 20 Jahren.

Das große Thema des Psalms ist das Leben selbst, genauer gesagt das Suchen und Finden des eigenen Lebensweges. Nach wem muss ich mich im Leben bzw. bei meinen Entscheidungen ausrichten, um das „wahre Glück“, ein sinnerfülltes Dasein zu finden? Die Bibel spricht hier eine ganz klare Sprache: Gott ist der Urheber und Schöpfer meines Lebens. Wenn mein Leben gelingen soll, muss ich nach Seinen Plänen für mich fragen und so lautet die zentrale Bitte des Psalms:

Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade! Führe mich in Deiner Treue und leite mich; denn du bist der Gott meines Heiles. Auf dich hoffe ich allezeit.

Weder ist unser Leben vom Schicksal vorherbestimmt und wir haben es einfach hinzunehmen, noch sollen wir unser Leben nur auf unsere eigenen Ziele hin ausrichten und der Erreichung unserer Pläne alles unterordnen. Beides wird uns nicht zu dem Leben in Fülle führen, das Er jedem von uns bereitet hat.

Der Psalmist fordert uns auf und heraus, nach dem Willen dessen zu fragen, der unser Leben in seinen Händen hält, und dann danach auch aktiv zu handeln. Diesen Willen zu erkennen ist wahrlich eine Herausforderung. Unser Verstand ist oft zu klein, um die Größe seiner Pläne oder die eigene Logik seiner Wege für uns nur zu erahnen, geschweige denn zu erkennen. Es gibt auch keine starren Regeln, die man lernen und nach denen man leicht die richtige Entscheidung treffen könnte – Gott sei Dank, dass es sie nicht gibt. Wir alle sind zum Hinhören und zum Nachdenken herausgefordert. Wir alle haben die Aufgabe, uns mit unserem Leben, mit unseren Entscheidungen auseinanderzusetzen und ihre Wahrhaftigkeit zu hinterfragen. Wir alle sind aufgefordert, im Vertrauen auf Seine Treue manchmal auch schwierige oder unangenehme Entscheidungen zu treffen.

Wer ist der Mann, der Gott fürchtet? Ihm zeigt er den Weg, den er wählen soll. Dann wird er wohnen im Glück, seine Kinder werden das Land besitzen.

Und was ist, wenn wir uns – und das kommt öfters vor – bewusst oder unbewusst dennoch falsch entscheiden und uns „verirren“? Wenn wir merken, dass wir uns auf einem Weg befinden, der nicht zu dem versprochenen Leben in Fülle, zur mehr Lebendigkeit führt? Neben der Bitte um Weisung ist der Psalm durchzogen mit der Bitte um Vergebung und mit der Hoffnung, dass Gott mich auch noch von dem größten meiner Irrwege befreien kann:

Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz. Wende dich mir zu und sei mir gnädig, denn ich bin einsam und gebeugt. Befrei mein Herz von der Angst, führe mich heraus aus der Bedrängnis! Sieh meine Not und Plage an und vergib mir all meine Sünden!

Der Psalmist schließt mit der Bitte um Rettung und mit der großen Zuversicht, dass Gott – trotz all unseres Unvermögens – sich unser annimmt und alle zum wahren Glück führt, die auf ihn hoffen und sich nicht auf die eigene Stärke, sondern auf seine Hilfe verlassen:

Erhalte mein Leben und rette mich, lass mich nicht scheitern! Denn ich nehme zu dir meine Zuflucht. Unschuld und Redlichkeit mögen mich schützen, denn ich hoffe auf dich, o Herr.

Vladimira Scholz
Jugendleiterin


Serie: Mein Lieblingspsalm

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