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Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

Montag, 1. Jänner 2007

Apostelgeschichte 2010

Mit Jänner 2007 starten wir (auch in den „Nachrichten der Pfarre Aspern“) mit einer neuen Bibelserie über die „Apostelgeschichte“. Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat der Wiener Erzdiözese das Motto „Apostelgeschichte 2010“ für die nächsten Jahre gegeben: zu überlegen, wie den Menschen unserer Zeit die Frohbotschaft von Jesus Christus nahe gebracht werden kann.

Für diese Aufgabe kann es hilfreich sein, die „Apostelgeschichte“ in der Bibel nachzulesen, die vor rund 2000 Jahren verfasst wurde. Wie damals die Botschaft Jesu von Mensch zu Mensch weitergetragen wurde und wie sich in den Städten christliche Gemeinden gebildet haben.

Auch wenn uns zwei Jahrtausende von dieser Schrift des Neuen Testaments trennen und dieses Buch in einem ganz anderen Kulturraum entstanden ist, können wir einiges für uns heute lernen. Wir entdecken viele Ähnlichkeiten, wir lesen von Erfolgen aber auch von schweren Konflikten innerhalb der Gemeinden.

Der Verfasser schildert, wie es mit der Kirche anfing. Sein Text ist nicht als chronologischer Bericht zu verstehen, sondern als Verkündigungsschrift, die der jungen Kirche Mut machen will, dass ihr trotz mancher Probleme eine gute Zukunft zugesagt ist. Die Apostelgeschichte beschreibt das Wachsen und Ausbreiten der Kirche, er erzählt von Krisen und Verfolgung, aber auch vom großen Engagement und vom Zusammenhalt unter den Christen.

Wie und wann entstanden?

Der zeitliche Rahmen der Apostelgeschichte sind die dreißig Jahre nach Tod, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu. Lukas bietet keine lückenlose Mitteilung dessen, was geschah, vielmehr bringt er Einzelbilder und bedeutende Geschehnisse, die richtungsweisend wurden für das Verstehen der Kirche: die Beschreibung der Urgemeinde in Jerusalem, die Verfolgung der jungen Gemeinde, die Bekehrung eines Paulus, seine Missionsreisen, das Apostelkonzil …

Die Apostelgeschichte dürfte nach der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) um die Jahre 80 – 90 entstanden sein. Die altkirchliche Überlieferung nennt den Evangelisten Lukas den Verfasser dieser Schrift. Sein Adressat ist ein „hochverehrter Theophilus“ (lat. Amadeus; dt. Gottlieb), ein uns sonst unbekannter Heidenchrist. „So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest“, schreibt Lukas am Beginn seines Evangeliums (Lk 1,4). Die Apostelgeschichte ist nun die Fortsetzung (Apg 1,1-3).

Kapitelweise vorstellen

In den kommenden Monaten wird auf dieser Seite ein Kapitel nach dem anderen kurz vorgestellt. Einige Verse werden abgedruckt, erklärt und kurz kommentiert. MitchristInnen aus der Pfarre werden eingeladen, ihre Meinung und Sicht zu schreiben. Der Leser, der „liebe Theophilus“ sind heute wir Asperner, die wir in dieser Pfarre leben und in unserer Zeit „seine Zeugen sein dürfen ...bis an die Grenzen der Erde.“ (vgl. Apg 1,8).

Apg, 1,1-3

Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er (in den Himmel) aufgenommen wurde. Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.

Pfarrer Georg Stockert


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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