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Apostelgeschichte 2010 - Teil 4

Sonntag, 1. April 2007

Apostelgeschichte 2010

Das Pfingstfest, von dem im 2. Kapitel die Apostelgschichte erzählte, brachte der noch kleinen Schar der Jesusanhänger eine riesige Wende. Von ersten Bekehrungen wird erzählt, große Scharen lassen sich auf den Namen Jesu taufen. Die junge Gemeinde wirkt anziehend und ist beliebt unter den Menschen der Stadt Jerusalem. Es geschehen Zeichen und Wunder. Von einer wundersamen Begegnung mit einem Gelähmten und seiner Heilung wird im 3. Kapitel erzählt:

Apg 3, 1-10

In jenen Tagen gingen Petrus und Johannes um die neunte Stunde zum Gebete in den Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, ... Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um Almosen. ... Petrus sagte: Sieh uns an! Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.

Petrus aber sagt: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher! Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; ... er lief und sprang umher und lobte Gott. Alle Leute sahen ihn... und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

So wie Petrus und Johannes treffen und sehen auch wir des öfteren Kranke und Arme, die von uns Hilfe erwarten. Oft spenden wir Geld und können damit die ärgste Not lindern.

In unserer heutigen Gesellschaft finden wir jedoch immer öfters Menschen, die nicht körperlich krank oder im materiellen Sinne arm sind. Vielmehr sind sie seelisch erkrankt oder auch nur einsam, die von uns Zeit, Liebe und Zuneigung erwarten.

Wenn der Hilfesuchende Gott vertrauend bereit ist, sich helfen zu lassen und wir nicht wegblicken, sondern viel mehr diese drei Dinge verschenken, ist es möglich, dass der eine oder andere genauso wie der Gelähmte im Tempel wieder herumspringen kann. Er wird Gott loben für seine Gnade, die er durch dich, mich, uns erfahren hat.

Die Menschenmenge ist außer sich über die Heilung des gelähmten Mannes an der Tempelpforte. Petrus nützt die Gelegenheit, das Wunder zu deuten und über die Auferstehung Jesu zu predigen.

Apg 3,13-15.17-19

In jenen Tagen sagte Petrus zum Volk: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr verraten und vor Pilatus verleugnet habt, obwohl dieser entschieden hat, ihn freizulassen... Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Dafür sind wir Zeugen. Nun Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer. Gott aber hat auf diese Weise erfüllt, was er durch den Mund aller Propheten im voraus verkündigt hat: dass sein Messias leiden werde. Also kehrt um, und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden.

Petrus hält uns jedoch auch vor Augen, dass wir alle Sünder sind. Menschen mit Fehlern, die auch irren können. Teils aus Unwissenheit und leider auch oft aus Berechnung. Menschen, die sich von falschen Führern, den Medien oder vom Konsumzwang verleiten lassen. Immer wieder werden wir auf die Probe gestellt. Wir sind jedoch aufgerufen, aus unseren Fehlern zu lernen.

Schöpfen wir Kraft aus der Heiligen Schrift und hören wir auf die Propheten. Stärken wir uns mit unseren Gebeten und freuen wir uns über das Wissen, dass Jesus für jeden von uns geboren, gestorben und auferstanden ist! Gerade jetzt in der Fasten- und Osterzeit ist Gelegenheit für eine Wegkorrektur. Nutzen wir diese österliche Zeit als Gnadenzeit und ergreifen wir die Gelegenheit umzukehren, Buße zu tun und in unserem Leben etwas zu verändern.

Gerhard Spandl
Bei der Pfarrgemeinderatswahl
wurde er wieder für St. Katharina gewählt.


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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