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Apostelgeschichte 2010 - Teil 3

Donnerstag, 1. März 2007

Apostelgeschichte 2010

Na ja, da war der Stephansdom... oder die Pfarrkirche – dort, wo ich damals gewohnt hab’... und eine Ohrfeige, oder?... und, ach ja, irgendwas mit sieben Gaben, die man auswendig lernen muss... Ähnliche Erinnerungen wie diese hat auch ein gewisser Julius Trattnig in einem Hörspiel von Lene Mayer- Skumanz, das ich gerne in der Firmvorbereitung vorspiele. Dieser Onkel Julius wird von seinem Neffen Martin gebeten, sein Firmpate zu sein, und nimmt das zum Anlass, über seine Firmung nachzudenken und zu überlegen, wie denn der Heilige Geist in seinem Leben wirkt. Und er beschließt, ein Experiment mit dem Heiligen Geist zu machen: „Ich tu’ einfach so, als ob ich deine Gaben hätte, Heiliger Geist. Da werden wir schon sehen, was dabei herauskommt.“ Ein Wagnis? Klingt nicht besonders riskant, oder?

Dieser Onkel Julius merkt aber, dass es nicht nur Vorteile bringt, wenn man Rücksicht auf Kollegen nimmt, wenn man sich für eine Mitarbeiterin einsetzt, wenn man ehrlich ist und nicht nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Und doch: letztlich lohnt es sich, letztlich bekommt er den Dank und die Anerkennung eines Kollegen, der ihn bis jetzt immer geschnitten hat, und zusätzlich noch einen Tipp für ein Gasthaus für das Firmessen.

Er kommt also drauf, dass er diesen Geist auch im Alltag recht gut gebrauchen kann – ohne gleich in „Zungenrede“ auszubrechen, wie die Apostel zu Pfingsten. Vielleicht kommt es in unserem Alltag einfach auf einen Versuch an? Vielleicht müssen wir uns auch auf ein Experiment mit dem Heiligen Geist einlassen? Vielleicht haben wir die „Sieben Gaben“ ja bekommen und nie benützt? Vielleicht versuchen wir es einmal mit Einsicht, mit Zivilcourage oder mit Respekt und Ehrfurcht vor dem, was uns und anderen heilig ist? Vielleicht ist es gar nicht so schwer, als Gefirmte, als Be-Geisterte „Gottes große Taten zu verkünden“?

Apg 2, 1-11

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:

Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Markus Pories
Pastoralassistent
Verantwortlich für die pfarrliche Firmvorbereitung

P.S.: Bei der Firmung hat der Bischof auch für Sie um die „Sieben Gaben des Heiligen Geistes“ gebetet: „...Gib ihnen den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, den Geist der Frömmigkeit und der Ehrfurcht vor Gott.“

PPS: Eine Ohrfeige gibt es bei der Firmung seit 1972 nicht mehr.


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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